Das Putzlowitsch Test- und SEO-Blog
Freitag, 01. August 2014

XoviLichter Shortcode im WordPress-Widget – so gehts

Vorvorgestern habe ich das XoviLichter-Ranking-Plugin für WordPress vorgestellt. Mit dem vom Plugin implementierten sogenannten Shortcode kann man die Top-Liste und weitere Informationen an beliebigen Stellen in Artikeln oder Seiten einbinden.

Man kann den Shortcode aber auch prima in einem einfachen Text-Widget verwenden, um z.B. ein XoviLichter-Top-20 in der Sidebar oder im Fußbereich der Seite anzuzeigen. Ein Beispiel habe ich mal auf meiner Bla-Fasel-Testseite im Footer in der Mitte eingefügt. Die Sache ist auch ganz einfach.

Xovilichter-Shortcode im Widget

Man zieht ein Text-Widget in den gewünschten Seitenbereich und befüllt Titel und Inhalt mit den entsprechenden Daten. Ins Textfeld kommt natürlich der Shortcode, eingerahmt z.B. von einer Ordered List (OL) und mit ein paar Parametern versehen:

<ol>[agn_top100 max='20' cut='27' lit='lst' typ='txt']</ol>

Der Paramater max legt die maximale Anzahl der auszugebenden Listeneinträge fest, hier also 20.

Durch cut=’27‘ werden die Einträge nach 27 Zeichen mit … verkürzt. Das ist ein brauchbarer Wert für ein Footer-Widget im Theme “Twenty Eleven”. In der Sidebar muß der Wert kleiner sein (z.B. 19), weil die Widgets dort schmaler sind.

Mit dem Wert ‘lst‘ für lit (Listentyp) erfolgt die Ausgabe nicht als Tabelle, sondern als HTML-Liste.

Mit dem typ txt werden nur normale Suchtreffer (Text) ausgegeben, also keine Bildern, News oder Videos, die beim XoviLichter-Wettbewerb eh nicht gewertet werden.

Dem ol-Tag kann man noch eine Klasse mitgeben und so die Ausgabe einfach per CSS anpassen. Für die Darstellung der Symbole unter Windows sollte die passende Font-Familie angegeben werden. Ansonsten werden je nach Browser nur Kästchen angezeigt.

ol.top-20 .sym { font-family: "Segoe UI Symbol"; }

Bis hierhin ist alles kein Problem, aber jetzt kommt der kleine Haken an der Sache. Normalerweise interessiert sich die Shortcode-Funktionalität von WordPress nicht für die Texte in Widgets. Glücklicherweise kann man dem mit einer Zeile PHP-Code in der functions.php des Themes Abhilfe schaffen:

add_filter('widget_text', 'do_shortcode');

Damit wird WordPress veranlaßt, auch den Widget-Text durch die Shortcode-Verarbeitung zu schicken und alles ist prima.

Wie man den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung in den Widget-Titel bekommt, findet Ihr bestimmt selbst raus.

Na dann, frohes Ranking! :-)

Xovilichter

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XoviLichter-Ranking für alle – Das WordPress-Plugin

Vor einigen Tagen hatte ich ja bereits die maschinenlesbaren Daten von aus.gerech.net vorgestellt. Dort hatte ich auch ein paar Zeilen PHP-Code für die Nutzung der Daten angekündigt. Nun sind aus den paar Zeilen doch eine WordPress-Plugin geworden, welches ich hier kurz vorstellen will.

Xovilichter Top-100 Liste

123 Top-100 Plugin

Das Plugin besteht im wesentlichen aus zwei Funktionen.

Die erste Funktion agn_top100_read_data ist für das Abholen der Daten im JSON-Format zuständig. Hier habe ich etwas mehr Aufwand betrieben, um unnötige Requests und Datenübertragungen zu vermeiden. Die Daten werden lokal auf dem Server der WordPress-Installation im Verzeichnis wp-content/uploads gespeichert. Dieses muß daher von WordPress beschreibbar sein, damit das Caching funktioniert.

Die zweite Funktion agn_top100_shortcode implementiert einen WordPress-Shortcode, mit dem man sich die gewünschten Daten im Artikel oder auf der Seite ausgeben lassen kann.

Im einfachsten Fall sieht das dann so aus:
...
Hier findet ihr die aktuelle XoviLichter Top-100:
<table class='chart-list'>[agn_top100]</table>
...

Per Voreinstellung wird die Liste als Tabelle ausgegeben, allerdings ohne Table-Tags. Die müßt Ihr selbst drumrum packen. Das hat den Vorteil, daß Ihr der Tabelle einfach eine CSS-Klasse oder sonstige Formatierungen mitgeben könnt.

In der Voreinstellung ergibt sich damit eine Tabelle wie auf dieser Beispielseite (ohne Grafik). Die Platzierung wird einfach durchnummeriert, vor der URL steht ggf. ein Symbol für den Ergebnistyp, hinter der URL folgt ein Link-Symbol mit einem (nofollow!) Link zur Seite. URLs, die Länger als 70 Zeichen sind, werden am Ende mit … verkürzt.

Über Shortcode-Parameter kann die Ausgabe angepaßt werden. Folgende Einstellungen sind möglich:

  • nam – Name der Daten
    Vorgabe: ‘xovilichter‘, bei zukünftigen SEO-Wettbewerben etwas anderes :-)
  • ret – Was soll der Shortcode zurückgeben?
    Vorgabe: ‘rnk‘, mögliche Werte
    • rnk – Ranking Tabelle/Liste (siehe lit)
    • upd – Datum und Zeit des letzten Updates (siehe dtf)
    • cnt – Anzahl der gefundenen Treffer insgesamt
  • max – Maximal Anzahl auszugebender Treffer
    Vorgabe: ‘100‘, eine Zahl zwischen 1 und 123
  • dtf – Ausgabeformat des letzten Updates (siehe ret:upd)
    Vorgabe: ‘‘d.m.Y H:i’‘, Format entsprechend PHP-Date-Funktion
  • lit – Listentyp: Tabelle oder Liste?
    Vorgabe: ‘tab‘, mögliche Werte
    • tab – Tabelle (table)
    • lst – Liste (ol)
  • cut – Anzahl Zeichen, ab der eine URL verkürzt wird
    Vorgabe: ‘70‘, eine Zahl zwischen 0 (keine Verkürzung) und größer
  • sym – Typ-Symbol vor der URL anzeigen
    Vorgabe: ‘1‘, zum ausschalten ’0′ verwenden
  • lnk – Link am Ende der URL ausgeben
    Vorgabe: ‘1‘, zum ausschalten ’0′ verwenden

Hier ein paar Beispiele:
...
<ol>[agn_top100 max='33' lit='lst' sym='0']</ol>
...

Gibt maximal 33 Einträge als HTML-Liste (OL) ohne vorangestelltem Typ-Symbol aus.

...
Top-100 vom [agn_top100 ret='upd' dtf='l, d.m.Y H:i'] Uhr
...

Gibt den Zeitpunkt des letzten Updates formatiert aus.

Technische Voraussetzungen und Download

Technische Voraussetzungen:

  • WordPress 3.8 oder höher
  • PHP 5.2 oder höher mit curl-Funktion
  • Verzeichnis wp-content/uploads muß von WordPress beschreibbar sein

Download Version 0.14: 123 Top-100 Plugin

Falls es Unklarheiten oder Fragen gibt, einfach fragen. :-)

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XoviLichter – Bildersuche ohne Bilder

XoviLichter – Bildersuche ohne Wert

Zwar sind die Bildersuchergebnisse der Universal-Search-Einblendung per AGB vom Gewinn der Xovilichter-Chellange ausgeschlossen. Trotzdem ist in den Suchergebnissen ein interessanter Effekt zu beobachten. Bei SEO-Wettbewerben geht es ja nicht nur um materielle Preise, Ruhm un Ehre, sondern auch Erkenntnisgewinn.

Hier ist ein Ausschnitt aus meinem Ranking-Monitor für die Bildereinblendungen (Stand: heute 15 Uhr):

Xovilichter-Bilder: Dynapso

Es fällt auf, daß Dynapso bei vier von fünf Treffern als Zielseite für das Bild verlinkt ist, obwohl die Bilder dort auf der Seite nicht zu sehen sind.

Die Bilder tauchen dort alledings in der Ranking-Tabelle als URL auf und sind auch verlinkt. Links zu Bildern wirken zwar für Google so, als seien sie auf der Seite eingebunden und die Seiten bekommen so auch den Link aus den SERPs.

Xovilichter - Dynapso-Ranking für Bilder

Nofollow für Bilder-Links

Das ist aber nicht der Grund, denn die Links bei Dynapso gehen über einen Redirector und, was noch viel wichtiger ist, sind als rel=nofollow ausgezeichnet.

Xovilichter: Dynapso-Ranking (html)

Durch das nofollo-Attribut im Link kann wirksam verhindert werden, daß die verlinkende Seite für das gelinkte Bild bei Google rankt. Am Link auf das Bild kann es also nicht liegen.

Bilder als Nur-Text-URL

Wer meinen Vortrag auf der SEO-Campixx 2014 gehört hat, wird vielleicht wissen, wo das Problem liegt. Schuld sind die Bilder-URLs in Textform auf der Seite, denen der Google-Bot nicht nur folgt, sondern mit denen man auch in der Bildersuche ranken kann.

Die Erkenntnis ist nicht neu. Aufgefallen war mir das bereits beim SEOKanzler-Wettbewerb. Mit meiner Obstbilder-Testseite konnte ich das auch nachvollziehen. Das Kirschen-Bild ist auf der Testseite nur als Text-URL vorhanden und hat es trotzdem in die Bildersuche geschafft. Für die Suche nach Obstbilder findet man es z.Z. auf Platz 47 der Google Bildersuche.

Obstbilder: Kirschen-Ranking

Rankt das Bild oder die Seite?

Für mich stellt sich nun noch die Frage, falls Bilder beim Wettbewerb in der Wertung wären, würde dann das Bild oder die referenzierende Seite gewinnen?

Aus meiner Sicht müßte es die Seite sein, denn dort gelangt man bei einem Klick auf das Ergebnis auch hin. Das Ergebnis der Google-Bildersuche sind immer Seiten mit Bildern und nicht die Bilder selbst. Oder anders gesagt, ein Bild kann nicht ohne mindestens eine refernzierende Seite in der Bildersuche angezeigt werde.

Ergebnis sind Seiten, nicht Bilder

Konsequenterweise müßten die Ranking-Monitore nicht die URL des Bildes, sondern die URL der Seite mit dem Bild anzeigen, womit das Problem des Bilder-Hijackings via Text-URL bereits vom Tisch wäre. Es würde aber schon reichen, die URLs durch entfernen des Schemas (http://) zu entschärfen. Ich zeige die Bild-URL in meinem Ranking auch an, habe aber noch kein fremdes Bild “übernommen”.

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XoviLichter – das Video

Bevor ich den gestern versprochenen PHP-Code veröffentliche, für den sich vermutlich sowieso niemand interessiert, gibt es hier zunächst mein erstes XoviLichter-Video.

Gut, es ist jetzt nicht besonders kreativ oder informativ, aber das ist bei einem SEO-Wettbewerb auch nicht wirklich wichtig. Ich habe einfach mein Silvesterfeuerwerk-Video verdichtet und mit dem Xovilichter-Text ergänzt. Auch sind im Hintergrund ein paar Stimmen zu hören, vielleicht versteht ja jemand, was dort gesagt wird.

Wie auch immer, Videos zählen im XoviLichter-SEO-Contest eh nicht, also was solls. :-)

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XoviLichter-Rankings scrapen? Nicht bei aus.gerech.net!

Xovilichter

Zufällig habe ich auf GitHub ein Projekt entdeckt, welches PHP-Skripte zum scrapen der Ranking-Seiten von Dynapso und Xovi bereitstellt.

Für den Ranking-Monitor von aus.gerech.net ist soetwas nicht erforderlich. Dort werden die Daten maschinenlesbar im JSON und XML-Format zur Verfügung gestellt. Nur ist das bisher nicht dokumentiert und so weiß niemand was davon. :-)

Die URLs lauten:

  • JSON: http://aus.gerech.net/data/xovilichter/top123.json
  • XML: http://aus.gerech.net/data/xovilichter/top123.xml

Der Aufbau ist recht einfach und weitestgehend selbsterklärend. Im Kopf gibt es drei Datenfelder:

  • nam – Name bzw. Suchbegriff
  • upd – Datum und Zeit des letzten Updates der Liste
  • cnt – Anzahl der Google-Suchergebnistreffer (nicht Listeneinträge!)

Es folgt in rnk eine Liste der Suchergebnisse mit folgenden Datenfeldern:

  • pos – Position in den Suchergebnissen
  • url – URL der Seite
  • typ – Typ des Suchergebnisses, mögliche Werte
    • txt – normales Suchergebnis
    • new – Google-News
    • img – Universal Search Bilder
    • vid – Video
  • img – URL des Bildes, wenn Typ img ist (optional)
  • aut – Name des Autors, falls verfügbar (optional)
  • lpo – letzte Position, 1000 falls neu in der Liste

Bei der Position für Universal-Search Ergebnisse wird eine Unternummerierung vorgenommen. Das erste Ergebnis bekommt .1, das zweite .2, das dritte .3 usw. an die eigentliche Position angehängt. Befinden sich zum Beispiel vier Bilder an der Position 13, so erhalten sie die Positionen 13.1, 13.2, 13.3 und 13.4 in pos zugeordnet.

Die Daten werden stündlich zu vollen Stunde erhoben. Es dauert aber ein paar Minuten, bis sie dann tatsächlich vorliegen. Also sollten die Daten ein paar Minuten nach der vollen Stunde abgefragt werden. Den aktuellen Zeitpunkt der Daten sieht man ja in den Kopfdaten.

Das Top-10 Diagramm im PNG-Format liegt auch zu diesem Zeitpunkt vor. Es gibt ein 24-Stunden-Diagramm und ein 3-Wochen-Diagramm:

  • 24 Stunden: http://aus.gerech.net/charts/xovilichter/ctop10.png
  • 3 Wochen: http://aus.gerech.net/charts/xovilichter/wtop10.png

Und morgen zeige ich dann, wie ich mit ein paar Zeilen PHP-Code das Ranking von aus.gerech.net hier bei Schnurpsel einbinde. :-)

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SEO Campixx 2014 Recap – 14 Bilder und ein PDF

Bilder SEO-Campixx 2K14 PDF

2013 2012 2011

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Warum 123RF in der Bildersuche abgestürzt ist

Im freien Fall

Bidox für 123RF KW 10/2014

Schon letzte Woche war es Martin Mißfeldt aufgefallen und diese Woche geht die Talfahrt der Microstock-Bildagentur 123RF weiter. Die Zahlen gehen drastisch in den Keller, sowohl beim Bidox-Wert als auch bei der Anzahl der Bilder-Rankings:

Woche Bidox Rang Bilder Minus Verlust SEOlytics
6/2014 589.0 3 17028 13457
7/2014 556.5 3 15877 -1151 -6.8% 12998
8/2014 496.1 3 14303 -1574 -9.9% 11566
9/2014 228.0 7 7702 -6601 -46.2% 10042
10/2014 137.3 10 3763 -3939 -51.1% 5271

Die Verluste an Bilder-Rankings in den letzten zwei Wochen liegen bei jeweils etwa 50%. Von den einst gut 17000 Bildern sind nur noch knapp 3800 übrig geblieben. Das sind fast 13300 Rankings weniger, also ein Verlust von -78%. Auch die SEOlytics Universal-Search-Zahlen zeigen diesen Trend (8186 Rankings weniger, -61%), wenn auch nicht ganz so deutlich.

Mögliche Ursache – Änderungen an den Bildern

Eine mögliche Ursache könnte sein, daß 123RF die Bilder verändert hat. Ich habe dazu drei Beispiele herausgesucht, die im Moment noch mit guten Rankings in der Bildersuche zu finden sind.

Bilder 123RH (alt)

Gemeinsames Merkmal der Bilder sind die Größe von 1200 Pixeln der jeweils längeren Seite und das 123RF-Wasserzeichen in der Bildmitte. Es zeigt den kleinen Fotoapparat und darunter in der gleichen Breite den 123RF-Schriftzug.

Ruft man aber die von Google in den Suchergebnissen angegeben Bild-URL auf, werden andere Bilder angezeigt. Ich habe diese hier in gleicher Anordnung zusammengestellt.

Bilder 123RF (neu)

Bei den Bildern selbst hat die lange Seite nicht 1200 Bildpunkte, sondern 400 bzw. 450. Außerdem sieht das Wasserzeichen anders aus. Symbol und Schrift stehen hier nebeneinander und haben die gleiche Höhe.

Damit ist klar, diese Bilder sind für Google andere und neue Bilder, die nicht einfach so die guten Rankings übernehmen. Dazu hatte Malte Landwehr vor ein paar Wochen ein interessantes Experiment ausgewertet. Auch im TagSEOBlog gab es dazu kürzlich einen Artikel.

Nutzer veräppelt?

Aber nicht nur für Google sind es andere Bildern, sondern auch für den Benutzer. Wo eine etwas stärkere JPEG-Komprimierung eines Bildes dem normalen Betrachter nicht auffallen wird, ist der Unterschied eines 1200er Bildes zu einem 400er Bild schon deutlich auszumachen.

Der Suchende bekommt in der Google-Bildersuche ein Bild mit 1200 Pixeln Größe angekündigt, ihm wird dann aber letztendlich nur ein kleines Bild mit 400 Pixeln vorgesetzt. Das kann nicht im Sinne von Google und vom Nutzer sein.

Spekulation

Ob diese Bildveränderungen nun tatsächlich für den deutlichen Sichtbarkeitsverlust von 123RF in der Bildersuche verantwortlich sind, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aus meiner Sicht wäre es aber eine durchaus mögliche Ursache, wenn ich die bisherigen Erfahrungen mit geänderten Bildern in Betracht ziehe.

Ich muß es so deutlich sagen. Praktisch jede Veränderung an einem Bild läßt es zu einem neuen Bild für Google werden. Ein neues Bild fängt erst mal wieder ganz unten an und hat einen langen Weg an die Spitze vor sich, auch wenn der Weg durch die alten Bilder schon gut geebnet ist.

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