Google Bildersuche: Mehr Vielfalt statt Ähnlichkeit

Alter HutEinige Zeit war mein alter Hut in der Google-Bildersuche gleich zweimal auf der ersten Trefferseite vertreten. Vor ein paar Tagen wurde der große Hut auf die zweite Trefferseite verbannt.

Das hat nun aber nichts, wie von mir vermutet, mit der Seitengeschwindigkeit als Rankingfaktor zu tun, sondern eher mit dem neuen Google-Konzept für die Anzeige von Suchergebnissen in der Bildersuche.

Mehr Breite statt Tiefe

Wie Martin vom tagSEOBlog gerade sehr schön erläutert hat, scheint Google einen Wandel zu mehr Breite und Vielfalt bei der Bildersuche zu vollziehen. Er beobachtet schon längere Zeit die Bildersuche und hier speziell auch die Treffer zu Mona Lisa.

Zu Leonardo da Vincis Mona Lisa gibt es sicher unzählige Bilder im Internet, die alle weitestgehend gleich aussehen. Klar, sie zeigen das berühmte Gemälde und variieren nur in Bildgröße, Dateigröße und farblicher Abstimmung. Früher waren viele dieser sehr ähnlichen Bilder auf den vorderen Plätzen zu finden, nun ist das aber nicht mhr so.

Auf der ersten Trefferseite tummeln sich jetzt eher recht unterschiedliche Bilder, unter anderem eben nicht mehr Martins weitestgehend originalgetreue Kopie der Mona Lisa, sondern seine Giraffenhals-Version. Hier zeigt sich wieder mal, daß Google nur das Beste für den Nutzer will. Was hilft es dem Suchenden, wenn er eine ganze Seite mit fast identischen Bildern angezeigt bekommt?

In die Tiefe gehen

Für ähnlichen Bilder gibt es ja nun die Funktion „Ähnliche Bilder suchen“ (Similar Images), die man schon unter vielen Bildern anklicken kann. Wenn man nun unbedingt von der Mona Lisa eine größere Version in einem anderen Bildformat braucht, findet man oft ein passendes Bild über diese „ähnlichen Bilder“. Zusammengefaßt kann man sagen, daß die normale Google-Bildersuche in die Breite (Vielfalt) sucht und man über „Similar Images“ in die Tiefe (Ähnlichkeit) gehen kann.

Tiefenstaffelung

Google-Bildersuche: Alter HutUnd noch etwas Interessantes ist Martin aufgefallen. Wenn es zu einem Bild mehrere, sehr ähnliche Versionen gibt, werden dies auf den Trefferseiten an jeweils derselben Position angezeigt.

Das klapppt aber nur so augenscheinlich bei einem Widescreen-Bildschirm bzw. ab einer bestimmten Bildschirmauflösung, bei der die Bilder in einer 7×3 Matrix angezeigt werden. Da ich hier noch mit dem klassischen 4:3 Format in 1280×1024 Pixeln unterwegs bin, war mir das bisher nicht aufgefallen, obwohl ich inhaltlich beste Voraussetzungen dafür gehabt hätte. :-)

Auf der Hut sein

Viele meiner Bilder habe ich in zwei Größen am Start. Einmal mit der klassischen VGA-Auflösung 640×480 und dann noch in einer höheren Auflösung, meist 1600×1200 Bildpunkte. Beide Varianten werden in der Regel von Google erfaßt und erscheinen dann auch auf den Trefferseiten der Bildersuche, oft fand man sie sogar fast nebeneinander.

Nun war der eine alte Hut vor ein paar Tagen auf die zweite Seite gerutscht, und liegt nun an derselben Position, wie sein Kollege auf Seite 1, nur halt auf der nächsten Seite. Aber nicht nur beim Hut kann man das sehen, sondern beispielsweies auch bei den Bananen.

Bei der Gurke zieht sich das sogar über vier Seiten, weil es da nicht nur meine beiden Bilder, sondern noch ein paar weitere „geklaute“ Versionen gibt. Und nicht nur Bilder auf den vorderen Plätzen sind betroffen, ich habe auch zwei Bilder weiter unten markiert, die zumindest auf der ersten und zweiten Trefferseite auftauchen.

Mehr Treffer durch Größe

Diese neue Google-Strategie für die Bildersuche finde ich gar nicht mal schlecht. Besonders die Verteilung der sehr ähnlichen Bilder über mehrerer Trefferseiten auf der gleichen Anzeigeposition ist eine nette Sache. Ich denke mal, daß damit das Bild ein stärkeres Gewicht erhält, als wenn es auf einer Seite mehrmals vorhanden ist.

Es wird dem Nutzer ja geradezu aufgedrängt, denn wenn er es auf der ersten Seite vielleicht noch nicht richtig wahrgenommen hat, deshalb auf die zweite Trefferseite wechselt und es dort wieder steht, sollte es schon etwas mehr in den Fokus rücken. Spätestens aber auf der dritten oder vierten Seite sollte er nicht mehr dran vobeikommen. :-)

Könnte meine schon länger gefahrene Strategie der zwei Bildgrößen doch noch zu etwas Nutze sein? Sollte ich sogar noch eine oder zwei weitere Versionen anbieten? Mal sehen…

Google Bildersuche: Brötchen

Eine Reaktion zu “Google Bildersuche: Mehr Vielfalt statt Ähnlichkeit”

  1. Obstteller: Banane, Kiwi und Grapefruit…

    Der Grapefruit habe ich bisher eher wenig Beachtung geschenkt, zu unrecht, wie ich nun weiß. Bestenfalls ausgequetscht für Grapefruitsaft kam sie zum Einsatz, dabei stellt die Grapefruit einen ganz brauchbaren Ersatz für meine geliebte Sweetie dar. Abe…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 Hier kein Häkchen setzen
 Ich bin kein Spambot

Hinweis: Kommentare von bisher unbekannten Schreibern (Name und eMail) oder mit mehr als einem Link werden moderiert.