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Strato-Webhosting: Update durch Downgrade/Upgrade 3.0

Sicher ist sicher, mit SSL

Mittlerweile gehört https bzw. SSL bei Websites zum Standard. Das war nicht immer so und vor einigen Jahren mußte man für ein SSL-Zertifikat noch richtig viel Geld bezahlen. Zudem war man beim Shared-Webhosting von den Angeboten des Webhosters abhängig, denn in der Regel kann man da nicht so einfach selbst Zertifikate installieren.

Vor etwa 6 Jahren gab es dann auch bei Strato die Möglichkeit, ein SSL-Zertifikat zu bestellen und so habe ich zum günstigen Einführungsangebot von € 2,99 pro Monat zugeschlagen und meine Schnurpsel-Seite damit ausgestattet. Später kostete es dann 4,90 im Monat.

Nun ist aber einige Zeit ins Land gegangen und mit Let’s Encrypt hat seit Ende 2015 jeder zum Null-Tarif die Möglichkeit, seine Website mit Verschlüsselung abzusichern. Der Webhoster All-Inkl z.B. bietet seit April 2016 die Möglichkeit, so ein Zertifikat mit wenigen Klicks im Kundenmenü selbst zu installieren.

Die großen Webhoster mußten sich dem Druck beugen und bieten in aktuellen Webhostingpaketen kostenlose SSL-Zertifikate an. Bei IONOS (1&1) bekommt man pro Hostingpaket ein Wildcard-Zertifikat, das auch alle Subdomains umfaßt. Bei Strato gibt es pro Domain ein Single-Domain-Zertifikat.

Strato – ein SSL-Zertifikat pro Domain

Strato – ein SSL-Zertifikat pro Domain

Also warum soll ich jetzt das Zertifikat extra bezahlen, obwohl es im Pakte enthalten ist? Weil ich noch ein altes Hostingpaket „PowerWeb Plus“ habe. Das hat zwar praktisch die selben Features zum selben Preis wie das aktuelle „Hosting Plus“, nur ist es eben alt.

Hier mal die Pakete im Vergelich:

Leistung PowerWeb Plus Hosting Pus Hosting Basic
Speicherplatz 150 GB 150 GB 100 GB
Domains 6 10 5
SSL-Zertifikate 0 10 5
Subdomains 1000 1000 500
MySQL Datenbanken 50 50 25
E-Mail-Postfächer 8000 8000 4000
E-Mail-Aliasse 40000 40000 20000
E-Mail-Speicher 80 GB 80 GB 40 GB
SFTP-Zugänge 50 50 10
App-Installation 50 50 25
Laufzeit 12 Monate 12 Monate 12 Monate
Preis/Monat € 10,00 € 10,00 € 8,00

Es sollte doch möglich sein, ein Update vom alten „PowerWeb Plus“ zum neuen „Hosting Plus“ zu machen. Die befinden sich ja schließlich innerhalb der gleichen Leistungs- und Preisklasse.

Update durch Downgrade und Upgrade

Wie schon beim letzten und vorletzten mal, kann man dieses Update, oder Sidegrade, wie es der nette Mitarbeiter von „Strato hilft“ auf FaceBook nannte, nicht mit ein paar Klicks im Kundenmenü bewerkstelligen.

Ich kann ein Upgrade auf ein höheres Paket beauftragen, das wäre in meinem Fall das „Hosting Pro“ für 20 Euro im Monat, was mir aber dann doch zu teuer wäre. Und es geht auch ein Downgrade (ohne FAX :-) in das „Hosting Basic“ für 8 Euro. Ja, das würde mir von den Leistungsdaten her auch reichen, aber es geht mir ums Prinzip.

Ein Telefongespräch mit dem Support und eine E-Mail per Kontaktformular führten nur zu einer abschlägigen Antwort:

„Ich habe soeben Ihren Anliegen überprüft und möchte Sie kurz informieren, dass eine Umstellung von dem PowerWeb Plus Paket auf das neue Hosting Plus Paket Systembedingt nicht möglich ist, da das System erkennt diese Pakete als dasselbe Paket somit wird kein Upgrade noch Downgrade ermöglicht.“

Und nun? Ich hatte dann plötzlich noch so eine Idee…

Ich könnte ja erst ein Downgrade auf „Hosting Basic“ machen und anschließend ein Upgrade auf „Hosting Plus“. Dann wäre ich wieder in meinem 10 Euro Paket und hätte zudem ein paar Inklusiv-Domains dazu und vor allem die inklusiven SSL-Zertifikate.

Es mußten vorher nur zwei Fragen geklärt werden. Was passiert mit der überzähligen Domain, denn ich habe aktuell 6 Inklusiv-Domains, im Basic-Paket sind aber nur 5 enthalten. Und kann ich überhaupt so schnell hintereinander das Paket wechseln.

Das mit der Domain ist recht einfach und eindeutig:

„Sei unbesorgt, was deine Domains angeht. Diese bleibt dir weiterhin erhalten. Sofern du mehr als die maximale Anzahl an Inklusiv-Domains im Paket gebucht hast, wird jede weitere Domain als Exklusiv-Domain extra berechnet.“

Nur wollte ich keine Zusatzdomain extra bezahlen. Also habe ich kurzerhand die eine unwichtige Domain gekündigt. Dadurch war der Weg frei zum kostenlosen Downgrade ins Strato-Webhosting-Paket „Hosting Basic“

Auch zum Zeitfaktor gab es eine schnelle Antwort:

„Ein Wechsel innerhalb der Hosting-Palette ist jederzeit zu sofort möglich. D.h. in deinem Fall heute Downgrade zum Hosting Basic und morgen dann zum Hosting Plus.“

Gestern habe ich die Domain gekündigt, heute nun das Downgrade durchgeführt.

Strato-Webhosting-Paket Basic

Strato-Webhosting-Paket Basic

Und wenn ich es mir recht überlege, auch das Basic-Paket reicht mir eigentlich. Damit Spare ich 2 Euro im Monat, das sind immerhin 24 Euro im Jahr und wenn ich das auf 10 Jahre hochrechne…

Upgraden kann ich dann ja später immer noch. :-)

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Geschwindigkeit und Sichertheit – https geht auch schnell

Sicher ist sicher

Vor gut sechs Wochen habe ich meine putzlowitsch.de-Website auf https umgestellt.
Das SSL-Zertifikat ist schon immer in meinem Webhosting-Paket bei All-Inkl im Preis enthalten. Nun habe ich es endlich aktiviert.

Putzlowitsch mit Comodo-SSL Zertifikat

Sichtbarer Effekt ist das Schloß-Symbol in der Adressleiste, welches auf eine sichere Verbindung hinweist. Die Übertragung der Daten vom Browser des Nutzers zum Server und umgekehrt ist verschlüsselt. Das Zertifikat wird vom Browser ohne weitere Nachfrage akzeptiert, weil es in der Zertifikatshierarchie auf ein vertrauenswürdiges Root-Zertifikat von “AddTrust External CA Root” zurückgeht.

Ein technisch bedingter Nebeneffekt ist, daß meine Putzlowitsch-Domain auch eine eigene IP-Adresse bekommen hat, da All-Inkl nicht wie Strato das SNI-Verfahren verwendet. Im Unterschied zu 1&1, wo bei aktivem SSL das gesamte Webhosting-Paket eine gesonderte IP-Adresse erhält, ist es bei All-Inkl aber nur die per SSL gesicherte Domain.

Für Google eine neue Web-Site

Obwohl ich die Nicht-SSL-Version meiner Putzlowitsch-Seiten per 301-Redirect auf die https-Version weiterleite, ist es für Google erstmal eine neue Website. Erwartungsgemäß war der Google-Bot kurz nach der Umstellung auf meinen Seiten sehr aktiv.

Gut zu sehen ist das in den Google-Webmaster-Tools unter „Crawling-Statistiken“:

Pro Tag gecrawlte Seiten
Pro Tag gecrawlte Seiten

Waren es vorher ungefähr 500 bis 1500 Seiten am Tag, gab es kurz nach der Umstellung einen Spitzenwert von fast 7500 Seiten.

Pro Tag heruntergeladene Kilobyte
Pro Tag heruntergeladene Kilobyte

Entsprechend zeigt sich das auch bei der durch den Google-Bot heruntergeladenen Datenmenge.

Die eigentlich spannende Frage ist aber die nach der Gewschwindigkeit

Sicher muß nicht langsamer sein

Nachdem meine Schnurpsel-Seite hier durch die https-Umstellung einen merk- und meßbaren Geschwindigkeitverlust erlitten hat, war ich gespannt, ob sich das bei All-Inkl ähnlich darstellt.

Ich habe durchaus erwartet, daß die Seiten etwas langsamer werden, denn die Verschlüsselung benötigt auch bei All-Inkl natürlich Rechenzeit. Nach der Umstellung fühlte sich die Seite nicht langsamer an. Und wie schnell werden die Seiten für den Google-Bot ausgeliefert?

Hierzu habe ich wieder einen Blick in die Google-Webmastertools geworfen. Dort kann man sich die Ladezeiten für die Seitenabrufe durch den Googlebot ansehen.

Dauer des Herunterladens einer Seite (in Millisekunden)
Dauer des Herunterladens einer Seite (in Millisekunden)

Größere Schwankungen bei der Ladezeit gab es seit Anfang Oktober, warum auch immer, bereits vor der HTTPS-Umstellung. Danach ist für mich zumindest keine signifikanter Anstieg zu erkennen. Die Werte schwanken im Bereich von 500 bis 1100 Milliskunden.

„Gefühl“ und Meßwerte zeigen, die Seite ist durch SSL-verschlüsselte Auslieferung nicht wirklich langsamer geworden.

Noch schneller

In der Ladezeit-Grafik ist ab dem 26. November ein interessanter Kurvenverlauf zu sehen. Die Zeiten für die Auslieferung der Seiten an den Google-Bot liegen seitdem fast konstant bei knapp unter 300 ms. Was ist passiert?

Mein Webhostingpaket bei All-Inkl liegt nun schon seit mehreren Jahren auf einem Server, der mittlerweile nicht mehr der schnellst ist. Ein großer Nachteil war aus meiner Sicht, das dort nur die veraltete PHP-Version 5.2 als Standard lief. Man kann zwar per .htaccess die PHP-Version ändern, aber dann läuft PHP nicht mehr als Apache-Modul, sondern als FastCGI im Kontext des FTP-Benutzers. Genau das wollte ich aber nicht.

Die einzige Möglichkeit, eine aktuelle PHP-Version (5.6) als mod_php zu bekommen, ist der Umzug auf einen anderen Server, bei dem das neue PHP als Standard läuft.

Gesagt, getan. Am Abend des 25.11. habe ich meinen Wunsch dem Support vorgetragen und wurde noch direkt in die nächtlichen Updates und Umzüge eingetaktet. Am nächsten morgen war alles erledigt und meine Websites liefen mit PHP 5.6.

Und nicht nur das, sie waren sogar spürbar (und meßbar, siehe oben) schneller.

SSL muß nicht langsam sein

Putzlowitsch Chrome-Timeline

Alles in allem bin ich mit der HTTPS-Umstellung bei All-Inkl für meine „Putzlowitscher Zeitung“ sehr zufrieden. Ob und was es sonst nocht bringt, werde ich sehen. Technisch gesehen und von der Geschwindigleit her war es in jedem Fall ein Erfolg. :-)

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