Gefährliches Brötchen

Gefährliches Brötchen in der Google BildersucheVor einigen Wochen hatte ich über Hotlinks von gehackten Seiten berichtet, irgendwann kam die Sache auch in einer breiteren Öffentlichkeit an. Allerdings konnte ich diese gefährlichen Bildersuchergebnisse nicht in freier Wildbahn beobachten, meine Beispiele waren eher konstruiert und kaum praxisgerecht.

Böses Brötchen

Gestern bekam ich den Hinweis auf ein Brötchenbild, „mein“ Brötchenbild, das auf eine gehackte und verseuchte Seite führt. Allerdings wird die gefährliche Zielseite nur bei der Bildersuche über google.com und in der Sprache Englisch (hl=en) angezeigt.

Gefährliches Brötchen ZielseiteWenn man die Zielseite direkt aufruft, sieht sie wie in der nebenstehenden Abbildung aus, eine unstrukturierte Ansammlung von Wörtern und Bildern. Auch der Google-Bot bekommt diese Seite angezeigt und findet natürlich jede Menge themenrelevante Inhalte.

Klickt man bei der Bildersuche auf das Brötchen, erkennt die Seite im Referer, daß man über die Google-Suche kommt und leitet einen auf eine Seite wie diese um. Hier ist man dann nur noch einen Klick von schädlicher Software entfernt.

Google versagt

Mal davon abgesehen, ob Google die Zielseiten-Weiterleitung als Malware und Scareware erkennen sollte oder nicht, liegt das eigentliche Problem darin, daß diese Seiten überhaupt in die Suchergebnisse gelangen. Das hat mit Qualität und bestmöglichem Suchergebnis nicht mehr viel zu tun.

Die Google-Bildersuche krankt immer noch daran, daß es hotlinkende oder zusammengeklaute Bilderseiten praktisch mühelos in die SERPs schaffen, die ursprünglichen Bilder bzw. Zielseiten einfach ersetzen und verdrängen. MayDay- und Panda-Update gut und schön, das sollte dann aber bitte auch mal auf die Bildersuche ausgedehnt werden.

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