Das Putzlowitsch Test- und SEO-Blog
Stichwort: Fotos

Warum 123RF in der Bildersuche abgestürzt ist

Im freien Fall

Bidox für 123RF KW 10/2014

Schon letzte Woche war es Martin Mißfeldt aufgefallen und diese Woche geht die Talfahrt der Microstock-Bildagentur 123RF weiter. Die Zahlen gehen drastisch in den Keller, sowohl beim Bidox-Wert als auch bei der Anzahl der Bilder-Rankings:

Woche Bidox Rang Bilder Minus Verlust SEOlytics
6/2014 589.0 3 17028 13457
7/2014 556.5 3 15877 -1151 -6.8% 12998
8/2014 496.1 3 14303 -1574 -9.9% 11566
9/2014 228.0 7 7702 -6601 -46.2% 10042
10/2014 137.3 10 3763 -3939 -51.1% 5271

Die Verluste an Bilder-Rankings in den letzten zwei Wochen liegen bei jeweils etwa 50%. Von den einst gut 17000 Bildern sind nur noch knapp 3800 übrig geblieben. Das sind fast 13300 Rankings weniger, also ein Verlust von -78%. Auch die SEOlytics Universal-Search-Zahlen zeigen diesen Trend (8186 Rankings weniger, -61%), wenn auch nicht ganz so deutlich.

Mögliche Ursache – Änderungen an den Bildern

Eine mögliche Ursache könnte sein, daß 123RF die Bilder verändert hat. Ich habe dazu drei Beispiele herausgesucht, die im Moment noch mit guten Rankings in der Bildersuche zu finden sind.

Bilder 123RH (alt)

Gemeinsames Merkmal der Bilder sind die Größe von 1200 Pixeln der jeweils längeren Seite und das 123RF-Wasserzeichen in der Bildmitte. Es zeigt den kleinen Fotoapparat und darunter in der gleichen Breite den 123RF-Schriftzug.

Ruft man aber die von Google in den Suchergebnissen angegeben Bild-URL auf, werden andere Bilder angezeigt. Ich habe diese hier in gleicher Anordnung zusammengestellt.

Bilder 123RF (neu)

Bei den Bildern selbst hat die lange Seite nicht 1200 Bildpunkte, sondern 400 bzw. 450. Außerdem sieht das Wasserzeichen anders aus. Symbol und Schrift stehen hier nebeneinander und haben die gleiche Höhe.

Damit ist klar, diese Bilder sind für Google andere und neue Bilder, die nicht einfach so die guten Rankings übernehmen. Dazu hatte Malte Landwehr vor ein paar Wochen ein interessantes Experiment ausgewertet. Auch im TagSEOBlog gab es dazu kürzlich einen Artikel.

Nutzer veräppelt?

Aber nicht nur für Google sind es andere Bildern, sondern auch für den Benutzer. Wo eine etwas stärkere JPEG-Komprimierung eines Bildes dem normalen Betrachter nicht auffallen wird, ist der Unterschied eines 1200er Bildes zu einem 400er Bild schon deutlich auszumachen.

Der Suchende bekommt in der Google-Bildersuche ein Bild mit 1200 Pixeln Größe angekündigt, ihm wird dann aber letztendlich nur ein kleines Bild mit 400 Pixeln vorgesetzt. Das kann nicht im Sinne von Google und vom Nutzer sein.

Spekulation

Ob diese Bildveränderungen nun tatsächlich für den deutlichen Sichtbarkeitsverlust von 123RF in der Bildersuche verantwortlich sind, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aus meiner Sicht wäre es aber eine durchaus mögliche Ursache, wenn ich die bisherigen Erfahrungen mit geänderten Bildern in Betracht ziehe.

Ich muß es so deutlich sagen. Praktisch jede Veränderung an einem Bild läßt es zu einem neuen Bild für Google werden. Ein neues Bild fängt erst mal wieder ganz unten an und hat einen langen Weg an die Spitze vor sich, auch wenn der Weg durch die alten Bilder schon gut geebnet ist.

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Google+ zeigt zu Fotos EXIF-Daten und Farbhistogramm an

Google+ Fotos mit Details (EXIF-Daten und Farbhistogramm)

Es ist wahrscheinlich nichts wirklich Neues, ich habe das zumindest aber erst vor ein paar Minuten entdeckt. :-)

In Google+ werden bei Bildern über [Aktionen]->[Fotodetails] ein paar Informationen zum Bild angezeigt. In jedem Fall werden der Bilddateiname und der Name des Bildeigentümers ausgegeben.

Falls vorhanden, erscheinen auch Aufnahmedatum, -zeit und weitere Informationen aus den EXIF-Daten, wie Kamera-Modell, Belichtung, Blende, Brennweite usw.

Falls das Bild ein Echtfarbbild ist, also kein Bildtyp mit einer reduzierten Farbpalette z.B. wie GIF oder 8-Bit-PNG, wird auch ein Farbhistogramm angezeigt. In diesem Histogramm kann die aufsummierte Farbverteilung aller Pixel eines Bilder getrennt in die Farbkanäle Rot, Grün und Blau begutachtet werden.

Ein Histogramm bzw. Farbhistogramm spielt in der Bildverarbeitung, Bildklassifizierung und Bilderkennung eine wichtige Rolle und dürfte damit ein der Grundlagen für die Googlesuche nach ähnlichen Bildern und die Bildersuche mit einem Bild sein.

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Google-Bildersuche Update Oktoberbilder

Google-Bilder von Putzlowitsch Oktober 2010

Langsam und zäh geht das Bilderupdate von Google voran. Derzeit gibt es gerade mal ein Oktoberbild von putzlowitsch.de im Index zu sehen. Dafür, und das kommt eher selten vor, ist das eine Foto in allen drei Größen gleichzeitig zu sehen. Normalerweise wird das kleine Thumbnail gar nicht in den Index aufgenommen oder verschwindet wieder, falls dann ein richtiges Bild erfaßt wurde.

Apropos verschwinden. Da der Artikel „Die Sweetie-Saison beginnt“ mittlerweile auf die zweite Seite gerutscht ist, werden die Bilder vermutlich auch vorübergehend oder für längere Zeit wieder aus dem Index verschwinden. Oder auch nicht, mal sehen…

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David Garrett – ganz groß mit Bild dabei

Google-Bildersuche Magazin-Layout: David Garrett (rein)

Bei Bildern in den Websuchergebnissen (Google-Universal-Search, GUS) gibt es manchmal, falls Bilder an erster Stelle angezeigt werden, ein vergrößertes Bild ganz links, Google nennt das „Magazine layout„.

Durch die Suchoption „Websites mit Bildern“ kann man die Anzeige von Bildern an erster Stelle gewissermaßen „erzwingen“, allerdings weichen die Suchergebnisse von denen der normalen Bildereinblendung zum Teil erheblich ab. Man kann so aber zumindest gegebenenfalls das Magazin-Layout für beliebige Bilder sehen, sofern Google ein Bild als Großbild für würdig befunden hat.

Als Magazinstyle-Titelbild werden grundsätzlich nur Bilder im Hochformat (Portrait) verwendet. Was es sonst noch zu beachten gibt, hatte ich vor einiger Zeit schon einmal kurz erläutert. Einen Aspekt hatte ich damals aber noch nicht berücksichtigt. Dieser ist aber eher sehr subjektiv und wohl meiner Bevorzugung von harmonischen Dingen geschuldet.

Wenn ich Bilder im Blog verwende, achte ich meist drauf, daß Blick- oder Bewegungsrichtung in die Seite hineingerichtet sind. Ein Bild mit Motivrichtung nach rechts packe in auf die linke Seite und lasse den Text rechts davon umfließen. Ist das Bildmotiv nach links orientiert, kommt es an den rechten Rand und der Text fließt links davon vorbei. Ich empfinde diese Anordnung im Allgemeinen als stimmigr und ausgewogener.

Weil bei Google das große Bild aber immer linksseitig angezeigt wird, muß das Motiv für einen harmonischen Gesamteindruck in der Bewegungs- bzw. Blickrichung nach rechts orientiert sein, so wie z.B. beim David Garrett Konzertfoto im Screenshot oben. Wer für die Bilderanzeige im Magazin-Layout optimieren will, sollte wenn möglich die Motivrichtung nach rechts wählen.

Einen Haken hat die Sache allerdings. Das große Bild wird nicht immer linksseitig angezeigt. So ist z.B. im arabischsprachigen Raum die Schreibrichtung von rechts nach Links und schon war alle Mühe vergebens. :-)

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Google Bildersuche – Bilderupdate läuft

Google-Bildersuche Update November 2010Nach dem kleinen Vorgeschmack von gestern scheint das Google-Bilderupdate ins Rollen zu kommen. Grad eben habe ich auch das erste richtige Bild, den Obstteller mit Banane, Weintrauben und Ananas (von Putzlowitsch), in der Bildersuche entdeckt.

Der Artikel und das Bild sind vom 17. Oktober, also knapp 3 Wochen alt. Allerdings verlinkt Google auf einen Artikel vom 29. Oktober, in dem ich das Bild nur verlinkt habe. Zudem schwankt die angezeigte Trefferzahl bei vielen Suchbegriffen.

Ich würde mal sagen, das Update der Bilder kommt noch rechtzeitig vor dem lastactionseo-Finale, so daß mit der einen oder anderen Veränderung bei den Bildern zu rechnen ist. :-)

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Aktuelle Brötchen-News vom 29.09.2010

Brötchen-News vom 29. 09. 2010

Schon länger habe ich nicht mehr über die Brötchen berichtet. Allerdings gibt es auch kaum etwas zu berichten, denn seit mehreren Wochen tut sich nichts mehr in der Brötchen-Top-10. Die Brötchen liegen quasi wie Blei auf ihren Plätzen. Angeführt vom Schwarzen Ritter auf der Top-Position folgen dann Ritter Gerald („der Ehrwürdige“) auf Platz 2, Ritter Ingo („der Großmütige“) auf Platz 4 und Ritter Dieter („der Pfiffige“) auf Platz 6.

Im Land der Brötchenritter scheinen alle in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Na dann „Gute Nacht“, kann ich da nur sagen. :-)

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Google Bildersuche – wo bleiben die Thumbnails?

Google Bildersuche - Penne

Für mich war das lange Zeit nichts Besonderes und eher Normalität. Wenn ich Bilder mit WordPress hochlade, wird von der Medienverwaltung ein kleines Vorschaubild, ein Thumbnail erstellt. Das binde ich dann als sichtbares Bild in den Artikel ein und mit einem Klick auf dieses Bildchen wird dann direkt das große Bild angezeigt.

Bei der Bildersuche tauchten die Thumbnails normalerweise gar nicht auf. Wenn Google die Bilder des Artikels in den Index aufnahm, waren es fast immer die richtigen Originalbilder. Ein paar wenige Ausnahmen gab es zwar, über die machte ich mir allerdings keine weiteren Gedanken.

Beim TagSEOBlog gab es vor einigen Tagen eine kleine Umfrage zur Anzahl der Bilder in der Bildersuche. Am Ende schreibt Martin da folgendes:

Früher hat Google stets die Thumbnails bevorzugt

Und weiter unten in einem Kommantar:

Ich habe das jetzt noch mal genauer geprüft… Bei mir werden doch stets beide Versionen indexiert und bleiben auch dauerhaft im Google-Bilderindex.

Das machte mich stutzig, denn ich habe bisher eher Gegenteiliges beobachtet. Oft erscheinen meine kleinen Bilder gar nicht im Index, manchmal nur, wenn Google nicht schnell genug die großen Bilder verarbeiten kann. Kommt das große Bild in den Index, verschwindet das kleine und wird bestenfalls nur bei konkreter Suche nach der Thumbnail-Größe von t.B. 160×120 angezeigt.

Aktuell konnte ich das gut bei Putzlowitsch mit dem Penne-Bild beobachten. Vor ein paar Tagen kam das Thumbnail in den Index und vorgestern die großen Bilder. Zwischenzeitlich springt dann die Anzeige hin und her (siehe oben).

Dann habe ich mir gezielt die Thumbnails für putzlowitsch.de angesehen, die Google im Bilderindex hat. Dabei fiel mir auf, daß das überwiegend Bilder sind, bei denen ich ausnahmsweise nicht direkt auf das Bild, sondern auf eine extra Seite mit dem Bild verlinke.

Bei TagSEOBlog werden übrigens die Thumbnails normalerweise nie direkt auf ein Bild verlinkt. Entweder geht der Link zum Artikel, in die Bildergalerie oder es wird gar nicht verlinkt. Auch bei bahnbilder.de, wo ebenfalls sehr viele Thumbnails im Index sind, zeigen die Links von den Vorschaubildern nie direkt auf ein Bild, sondern immer auf eine Seite.

Daraus ergib sich für mich die Schlußfolgerung, daß Google immer dann das Thumbnail gar nicht erst in den Index aufnimmt oder später wieder entfernt, wenn das kleine Bild direkt auf ein größeres Bild zeigt. Google geht wohl davon aus, daß das kleine Bild nur ein Vorschaubild ist, auch ohne das inhaltlich zu bewerten oder abzugleichen.

Oder anderes herum gesagt, ein kleines Bildchen, was überhaupt nicht oder auf eine Webseite linkt, hat eine deutlich höhere Chance im Google-Bilderindex zu überleben.

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