Das Putzlowitsch Test- und SEO-Blog

Hotlink-Spam-Seite schickt mobile Nutzer zu Sex-Portal

Zur aktuellen Hotlink-Spam-Seuche hatte ich bereits zwei Beiträge geschrieben:

Nun habe ich spaßeshalber mal eine der Spamseiten durch Googles PageSpeed Insights geschickt. Mal davon abgesehen, das der Desktop-Score mit 23/100 eher bescheiden ausfällt, hat mich das Ergebnis für die mobile Ansicht doch überrascht.

Zunächst gab es zweimal nur eine Fehlermeldung, daß die Seite nicht erreichbar ist. Bei meinem dritten Versuch sah das Ergbnis dann so aus:

Google PageSpeed: Hotlinkfarm fotb.xyz (mobile)

Der Wert fällt mit 51/100 auch nicht besonders gut aus. Viel interessanter ist aber die Seitenvorschau rechts im Bild.

Das hat mit der eigentlichen Spamseite mit den Bildern nicht mehr viel zu tun. Und Google-PageSpeed meckert prompt auch die vielen Umleitungen an. Über vier Zwischenstationen geht es schließlich zu einer Sex-/Dating-/Wasauchimmer-Seite.

Wahrscheinlich läßt sich über so eine Mehrfachumleitung viel mehr Kohle machen, als mit zwei AdSense-Bannern auf den normalen Seiten.

Tja, und Google schickt die Besucher immer wieder fröhlich auf die alle 24 Stunden neu aufgesetzten Spam-Domains.

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Vergeßt die Bildersuche, Google ist überfordert

Die Hotlinkfarmen boomen

bidox – Gewinner der Woche 40/2015

Vorbemerkung: Es geht hier um die Google-Bildersuche bei google.de. Allerdings ist die englische Bildersuche bei google.com auch betroffen.

Das sind die Gewinner der letzten Woche im Bilder-Domain-Index (Bidox). Alle Domains habe ihren bidox-Wert aus den Nichts erreicht, wobei in der Liste nur Seiten angezeigt werden, die mindestens einen Wert von 10 erreicht haben. Für fotomega.xyz ging es sogar von 0 auf über 100, aber diese Website ist bereits Geschichte.

So einen steilen Aufstieg in der Google-Bildersuche erreicht man in der Regel nur mit vielen Hotlinks auf topplatzierte Bilder. Diese Hotlink-Farmen sind nicht neu, sie haben nun aber das System perfektioniert.

Nur die Top-Bilder zählen

Für die Hotlink-Spammer sind natürlich nur die Top-Bilder lukrativ, weil man mit diesen nich nur in der Bildersuche selbst, sondern auch in der Bilderbox der organischen Suche oder im Knowledge-Graph mitmischen kann. So sieht dann das Ergbnis aus:

Google-Bilderbox: Blumen

Im ersten Beispiel „Blumen“ zeigen alle vier Bilder der Bilder-Box auf die Hotlinkfarm geburtstag5.tk.

Google-Knowledge-Graph: Pasta

Beim Knowledge-Graph für „Pasta“ wurden zwar nicht alle Bilder von den Hotlinkern gekapert, aber man sieht schon das neue Konzept der wechselnden Sub-Domains. Zwei Bilder zeigen auf un.fotosg.xyz, ein anderes auf tres.fotosg.xyz. Jetzt, wo ich diesen Artikel hier schreibe, werden bereits alle Seiten auf die neue Domain fotoweb.xyz umgeleitet.

Domain wechsle dich

Um gar nicht erst von möglichen Antispam-Maßnahmen behelligt zu werden, wird praktisch täglich die Subdomain und nach ein paar Tagen auch die Hauptdomain gewechselt. Sollte jemand bei Google einen Spam-Report oder gar eine DMCA-Beschwerde einreichen, ist die Hotlink-Farm längst auf eine neue Domain umgezogen und kann ungestört weitermachen, bevor da überhaupt etwas bearbeitet wurde.

Die Seiten laufen, soweit ich das gesehen habe, mit WordPress. Da ist so ein Sub-/Domainwechsel sehr einfach zu bewerkstelligen.

Wordpress-Einstellungen: URL

Nachdem man die neue Domain registriert und auf den Webspace aufgeschaltet hat, muß man nur noch in den Allgemeinen Einstelluneg die gewünschte Domain oder Subdomain bei WordPress-Adresse und Website-Adresse eintragen. Fertig ist die Laube, um alles andere inklusive Weiterleitung der Zugriffe auf die alte Domain zur neuen Domain kümmert sich WordPress.

Geld verdienen leicht gemacht

Die Hotlinkfarmen werden selbstverständlich nicht nur zum Spaß aufgebaut oder um Bilder-Menschen wie mich zu ärgern. Man kann mit den Hotlinks prima Geld über Werbung verdienen.

So sieht eine der .xyz-Seiten aus, wenn man sie besucht. Es gibt ein bißchen schlecht (automatisch) vom Türkischen ins Deutsche übersetzten Text und natürlich die per Hotlink eingebundenen Bilder, teilweise per display:none versteckt.

Dazu kommen für die interne Verlinkung „Related posts“, „Recent Posts“, „Archives“, „Categories“ und „Zufällige Bilder“. Im Archiv kann man übrigens sehen, wann die Hotlink-Farm an den Start gegangen ist. Der erste „Artikel“ ist vom 3. August 2015.

Zum Geldverdienen dürfen auch Werbveblöcke nicht fehlen, davon findet man bescheidene drei auf der Seite.

Ich weiß zwar nicht, wieviel so eine .tk- oder .xyz-Domain in der Türkei kostet, aber selbst wenn die Domain nach wenigen Tagen verbrannt ist, dürfte sie in dieser Zeit locker das Geld plus einen guten Gewinn eingespielt haben.

Ist Google machtlos?

Es ist ja wirklich toll, wie rührig sich Google bemüht, Spam aus den organischen Suchergebnissen fernzuhalten. Da gibt es immer wieder neue Updates mit putzigen Tiernamen und die Spammer bekommen das große Zittern.

Wer sich allerdings auf Bilder-Spam mit Hotlink-Farmen spezialisiert hat, kann sich schon seit Jahren entspannt zurücklehnen. Im Bereich der Bildersuche muß man da nichts befürchten.

Google-Bilderbox: Enduro

Im Gegenteil, ich habe sogar den Eindruck, daß es seit einiger Zeit viel schneller als früher möglich ist, ein Bild per Hotlink in den Suchergebnissen zu übernehmen. Gerade bei Bildern in der Bilder-Box oder im Knowledge-Graph passiert das fast in Echtzeit.

Dabei wäre die Spamerkennung bei den großen Hotlink-Farmen denkbar einfach. Wenn eine Website in kurzer Zeit Bilder von vielen unterschiedlichen Domains einbindet, dann sollte bei Google eine rote Spam-Warn-Lampe angehen.

Und warum muß ein Bild immer sofort auf eine neue Seite in den Suchergebnissen verweisen, wenn es irgendwo auf einer neuen Seite auftaucht? Stellt eine Seite, nur weil sie neu ist, einen größeren Mehrwert für den Besucher dar?

Ich denke nicht, daß Google bei dem Problem des Bildersuche-Spams machtlos ist, zumal es aus meiner Sicht recht starke Signale für Bilderspam gibt.

Google kümmert sich einfach nicht um die Bildersuche und dreht lieber im 127. Panda-Update an Stellschraube 68, so daß möglicherweise 0,03% weniger Spam bei den organischen Suchergebnissen zu finde ist.

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Neue Trends beim Bilderklau – Werbeweiterleitung und Domainwechsel

Ob diese Techniken beim Bilderklau bzw. der Monetarisierung selbigens neu sind, kann ich nicht sagen. Mir sind sie zumindest erst kürzlich in dieser Form aufgefallen.

Direkte Weiterleitung zur Werbung

bidox: bfz.biz KW22/2015

So richtig auffällig ist die Website bfz.biz im Bilder-Domain-Index (bidox) gar nicht mal, fliegt gewissermaßen unter dem Radar. Mit einem Bidox-Wert von bestenfalls knapp 6 wir die Domain noch nicht bei den Aufsteigern der Woche gelistet.

Aufgefallen ist sie mir nur dadurch, daß nun auch eines meiner im Bilder-Beobachter (BiBeo) überwachten Bilder von dort verhotlinkt wurde. Überrascht war ich dann beim Aufruf der Seite über den Treffer mit meinem Bild aus der Bilderuche:

Beim Klick auf das Ergebnis erscheint kurz das Bildersuche-Frameset und dann wird man dirket zu einem Werbepartner weitergeleitet. Die Seite mit den geklauten Bildern bekommt man gar nicht zu sehen.

Die wird nur dem Google-Bot präsentiert, einfach abhängig vom übermittelten User-Agent. Steht da „Googlebot“, wird die Seite gezeigt, alle anderen werden zur Werbung umgeleitet. Und so sieht die Seite für den Google-Bot aus:

Zunächst sind gar keine Bilder zu sehen. Diese verbergen sich in einem Div mit der Höhe 1 Pixel. Ohne Höhenangabe kann man dann durch die Liste der Bilder und Texte scrollen.

Ich würde sagen, das ist Cloaking vom Feinsten. Und es funktioniert immer noch, besonders gut mit Bilder-Hotlinks.

Hier könnt Ihr nachsehen, ob Eure Bilder auch von bfz.biz (und bilderdetails.de, hdwalls.xyz, getwallpapered.com) verhotlinkt werden.

Nachtrag 9. Juni 2015: Google hat wohl reagiert und die gesamte Website aus dem Index verbannt.

Ständiger Domainwechsel

bidox: picturesnew KW22/2015

Die Domain picturesnew.com war mir im letzen Jahr aufgefallen, als sie einen kurzzeitigen Höhenflug mit kopierten Bildern hatte. Dann ging es aber auch schon wieder recht schnell bergab. Zuletzt dümpelte die Seite mit einem Bidox-Wert von um 4 bis 6 vor sich hin.

Daß das so nicht weitergehen kann, wird sich der Betreiber der Website auch gedacht haben uns so packte er die „Inhalte“ auf eine neue Domain (picturesmix.com). Die Bilder verblieben aber auf der alten Domain. Nach zwei Wochen fand der nächste Domainwechsel zu pictures4cool.com statt. Aber auch diese Domain ist mittlerweile Geschichte. Aktuell werden die Bilder von pic-zoom.com verwaltet.

Dieses Domain-Hüpfen macht es für Google natürlich schwer, das Ganze als Bilder-Spam zu erkennen. Oder falls Google es doch erkennt, und die Website genullt wird, hüpft sie einfach zur nächsten Domain. In den ein zwei Wochen Lebenszeit wird damit vermutlich genug Geld über Werbung eingespielt, so daß sich der Aufwand lohnen dürfte.

Bilderklau lohnt sich immer noch

Ob nun per Hotlink oder Bildkopien, Bilderklau lohnt sich mit den oben gezeigten Techniken immer noch, wenn es um kurzfristige Gewinne geht.

Eine längerfristige oder nachhaltige SEO-Strategie ist das freilich nicht. :-)

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Ein neuer Stern am Bilder-Hotlink-Himmel: just-like.net

Bidox: just-like.net (KW 33/2014)

Langsam, aber kontinuierlich arbeitet sich eine neue Bilder-Hotlink-Farm nach oben. Die Seite just-like.net ist in den letzten Wochen mit einem Bidox von gut 50 Punkten auf Platz 29 geklettert.

Die ganze Website ist mit PHPFox „the awesome social networking script“ erstellt.

Screenshot: just-like.net - dekolteeEinstiegspunkte sind die Unterseiten /page/ bzw. /page/news/, die auf mehrere Kategorien verweisen. Die Kategorieseiten selbst enthalten dann Links zu den eigentlichen Seiten und zu weiteren Kategorien.

Auf den Seiten findet man neben Werbung noch die ersten 10 Google-Suchergebnisse und die ersten vier Bilder aus der Bildersuche. Die Bilder selbst sind per Hotlink direkt in die Seite eingebunden. Jeder Klick irgendwo auf der Seite öffnet ein Pop-Fenster mit Werbung.

Alles in allem ein bekanntes Muster für automatische generierte „Inhalte“, um Klicks auf Werbung zu erzielen. Was mich nur wundert, die Seiten sind sehr schlecht erreichbar. Meist wurde mir eine Fehlerseite von CloudFlare „522 Connection timed out“ angezeigt. Oder es kam eine allgemeiner Serverfehler der Seite selbst.

Das scheint aber für Google kein Problem zu sein, denn die Seiten werden zumindest in der Bildersuche gut gelistet. mal sehen, wie weit die Seite es noch bringt und wann Google die Reißleine zieht (wenn überhaupt).

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Google testet neues Design in der Bildersuche

Google-Design Bildersuche (alt)

So sieht die Suchergebnisseite bei der Google-Bildersuche im Moment aus.

Ganz oben ist das Hauptmenü, darunter der Suchschlitz. Darunter befindet sich eine Infozeile mit den grundlegenden Einstellungen. Der Inhaltsbereich hat links eine Sidebar mit den Links zu den speziellen Suchen und dem Optionen-Menü. Der restliche Bereich enthält die eigentlichen Suchergebnisses, sprich Vorschaubilder der Suchtreffer.

Vorhin habe ich aber eine etwas anders aufgebaute Sucherergebnisseite gesehen:

Google-Design Bildersuche (neu)

Ganz oben ist alles beim alten geblieben. Allerdings ist die Sidebar verschwunden. Die Links zu den speziellen Suchen und das Optionen-Menü sind nach oben gerutscht und stellen nun ein weiteres, horizontales Menü dar. Dabei sind die speziellen Optionen zunächst gar nicht sichtbar. Sie werden erst beim Klick auf [Suchoptionen] angezeigt und überdecken dann die Statuszeile (Anzahl der Ergebnisse). Beim Klick auf eine Suchoption klappt dann ein Menü mit den eigentlichen Einstellungen auf (siehe Screenshot).

Darunter werden die Suchergebnisse nun in voller Breite angezeigt.

Gesehen habe ich dieses neue Layout erst zwei- oder dreimal und auch nur in der Bildersuche. Ich nehme aber an, daß es, wenn es denn mal kommt, für alle Suchen gilt.

Die Frage ist, kommt es überhaupt? Denn komischerweise habe ich später auch nie wieder diese Image-Anzeigen in der Bildersuche gesehen. War wohl eine Eintagsfliege und das könnte bei dem neuen Google-Suchdesign auch der Fall sein.

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