Das Putzlowitsch Test- und SEO-Blog

OMCap 2011 Berlin – ein kurzer Rückblick

OMCap 2011 BerlinAm 13. Oktober machte ich mich um 5.45 Uhr auf den Weg zur OMCap nach Berlin. Mein Zug (ICE Hamburg-Berlin) wurde ab Wittenberge über Stendal umgeleitet, so daß ich mit einer Stunde Verspätung kurz nach 9 Uhr beim Kosmos ankam.

Dadurch hatte ich zwar Begrüßung und Keynote verpaßt, war aber rechtzeitig zum ersten Vortrag im Track bing bei „Black Hat: Marketing & Traffic jenseits von Gut & Artig“ mit Fabian Rossbacher und Fabian Brüssel.
Es war interessant zu sehen, was abseits des Pfades der SEO-Tugend so möglich ist, für mich kommen diese Dinge aber nicht in Frage.

Weiter ging es für mich im Track searchmetrics bei „KMUs: Chancen und Risiken bei SEO und SEM für KMUs“ mit Marco Janck und Daniel Wette. Ich war zwar nur als Privatperson auf der OMCap, arbeite ansonsten aber in einer mit einem mittleren Unternehmen vergleichbaren Einrichtung. Insofern war ich dort gut aufgehoben. :-)

OMCap Berlin 2011Zum nächsten Programmpunkt bin ich gleich sitzen geblieben. Es folgte im selben Raum „Universal Search: Was kommt noch alles in die SERPs und wie kann man partizipieren?“ mit Niels Dörje und Martin Mißfeldt.

Klar, bei Universal Search geht es zwar nicht nur, aber auch um Bilder. Genau da fühle ich mich zu Hause.

Nach der Mittagspause ging es für mich bei „SEO: Planung, Umsetzung und Steuerung interner Linkstrukturen“ mit Jens Fauldrath, Jonas Weber und Astrid Staats weiter. Hier habe ich einige Anregungen zur internen Verlinkung mitgenommen.

Nach der Kaffeepause war ich wieder im Track bing, jetzt bei „Kostenlose vs. kostenpflichtige Tools: Was leisten Tools und wo sind die Grenzen?“ mit Christian Sauer und Sören Bendig. Für mich als Hobby-SEO müssen kostenlose Tools reichen. Ich sollte aber mal meinen kürzlich gewonnen SEOLytics 12 Monate Starter-Account einlösen. Nicht das der ungenutzt Code verfällt.

Zum Schluß war ich bei „Linkaufbau: Blackhat vs. Whitehat“ mit Dominik Wojcik und Maik Metzen. So schließt sich der Kreis, mit Blackhat begonnen und geendet, auch wenn ich damit nix am Hut habe. :-)

Nach Drinks, Networking & Dinner mußte ich bereits gegen 19.30 Uhr wieder los und habe so die OMCap-Party verpaßt. Das kommt davon, wenn man nicht in einer Großstadt wohnt. Der letzte Zug fuhr um 20:30 Uhr.

Lobenswert fand ich auch, daß es zum Mittag- und Abendessen ein vegetarisches Gericht gab, sehr gut! Insgesamt war die OMCap eine sehr gelungen Veranstaltung, vielen Dank an Andre Alpar und das OMCap-Team.

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OnkelSeosErbe – endlich wieder ein SEO-Wettbewerb

OnkelSeosErbeHatten wir ja lange nicht mehr, gab es dieses Jahr überhaupt schon einen SEO-Wettbewerb? :-)

Nun gibt es also den OnkelSeosErbe-Wettbwerb.

Wichtig ist übrigens die Trennung durch Großschreibung, sonst könnten bei Suchbegriff onkelseoserbe Mißverständnisse bezüglich der Bedeutung aufkommen.

So wäre auch ein Onkel SEO Serbe (der Onkel aus Serbien) oder Onkels EOS Erbe (die Canon-Kamera des Onkels) denkbar. :-)

Ich werde hier im Wesentlichen nur die OnkelSeosErbe Top-100 beisteuern, aber ansonsten nicht viel mehr tun.

Die üblichen Verdächtigen werden wieder ihre Pressemitteilung-Freeblog-Textspinning-Blogkommentar-Foren-Link-Spam-Maschinerie anwerfen, da wird nicht viel mehr als bei den letzen SEO-Wettbewerben herauskommen.

Daß Blackhat-SEO immer noch relativ gut funktioniert, wurde erst gestern auf der OMCap 2011 eindrucksvoll aufgezeigt. Gerade für kurzfristige Aktionen geht so etwas ab, wie Schmidts Katze. Hmmmm, wie schreibt man eigentlich Schmidts Katze? Schmitz‘ Katze? Schmitts Katze? Schmidt’s Katze? Oder wie?

Wie auch immer, ein schwarzer Hut paßt recht gut zu OnkelSeosErbe, denn normalerweise tritt ja der Erbfall beim Ableben des Onkels auf. Bei solchen traurigen Anlässen wird üblicherweise Schwarz getragen, eben auch ein schwarzer Hut.

Was mir noch aufgefallen ist, der OnkelSeosErbe-Contest endet an einem 15. Dezember, genau wie damals der ct-SEO-Wettbewerb zur Hommingberger Gepardenforelle am 15.12.2005. Allerdings lief der Wettbewerb satte 8 Monate und es gab damals nichts zu gewinnen, außer Ruhm und Ehre.

So, ich haue jetzt hier mal einen OnkelSeosErbe-Test rein (27.11.2011 12:45): gerech.net/onkelseoserbe-test/

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Warum folgt Google URLs, die gar keine Links sind?

404 Not found

Google Webmastertools - Crawl Error 404

In den Google-Webmastertools sehe ich mir hin und wieder unter „Diagnostics – Crawl Errors“ an, welche Probleme und Fehler der Googlebot beim Crawlen meiner Seiten gefunden hat. In letzter Zeit sind da für putzlowitsch.de einige „404 Not found“-Fehler dazu gekommen.

Nun wollte ich wissen, wer denn da mit falschen URLs auf meine Seiten verlinkt. Ganz neu ist das für mich nicht. So etwas passiert z.B., wenn jemand nur die verkürzte Darstellung eines Links und nicht die URL selbst von einer anderen Webseite kopiert und dann als Link verwendet.

Unter „Linked from“ habe ich mir also ein paar dieser „Bösewichte“ angesehen und war überrascht, das ich die von Google beanstandeten URLs dort gar nicht finden konnte. Zumindest sind sie auf den Seiten nicht als Link vorhanden, wohl aber als einfacher Text. Hier ein paar Beispiele als Screenshot:

Google auf Abwegen

Bei allen diesen Seiten ist der Linktext korrekt verlink (1) oder es ist gar kein Link vorhanden (2, 3 und 4). Die Sichbare URL ist für die Darstellung verkürzt. Genau diesen nur als Text vorhandenen, verkürzten URLs geht Google wie einem normalen Link nach und produziert somit selbst die 404er Fehler.

Ein weiteres Beispiel kommt von schnurpsel.de, die letzten beiden URLs in obigen Screenshot. In einem Artikel hatte ich etwas zum Google-URL-Redirector geschrieben und prompt versucht Google meinen symbolischen Beispielen zu folgen. Die dort auch nur als Text vorhandenen „URLs“ sind und waren nie verlinkt.

Link oder nicht Link

Meiner Meinung nach geht Google hier zu weit. Ich kann ja verstehen, daß Google möglichst alle Informationen erfassen will und allen Links folgt, aber ein Text ist nun mal kein Link, auch wenn er wie eine URL aussieht. Google tut sich damit selbst keinen Gefallen, denn es werden Ressourcen verschwendet und zudem wird die Anzeige in den Webmastertools mit wertlosen Informationen zugemüllt.

Ich finde diesen Diagnostic-Bereich in den Google-WMT ja wirklich gut und nützlich, hilft er mir doch dabei, mögliche Fehlerquellen auf meiner Website aufzuspüren. Wenn nun aber jede Menge Pseudo-Fehler angezeigt werden, geht die Übersicht verloren und ich übersehe vielleicht die echten Fehler.

Einfluß auf das Ranking?

Da es nicht nur fehlerhafte, weil verkürzte Text-URLs gibt, sondern vermutlich auf viele korrekte Links, stellt sich natürlich die Frage, ob sich das rankingtechnisch auswirkt. Kann über eine nur als Text notierte URL PageRank weitergegeben werden? Verwendet Google diese Texte nur als Link-Quelle für den Crawler? Wie wirken sich die vielen Fehler durch die Pseudo-Links auf die „verlinkte“ Seite aus?

Viele Fragen, auf die ich keine Antwort weiß.

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Quelle und Urheber bei Bildern angeben, so schwer ist das doch nicht!

Salzburg - Äpfel

Daß meine Bilder auf anderen Webseiten auftauchen, ist für mich nichts Neues mehr, daran habe ich mich schon gewöhnt. Im Allgemeinen stört mich das auch nicht weiter, es sei denn, eines der kopierten Bilder ersetzt mein Original in der Google-Bildersuche. Aber auch dann ist das kein großes Drama, ich versuche mir das Bild irgendwie mit Optimierungsmaßnahmen zurück zuholen.

Eigenquelle

Etwas dreist finde ich es aber, wenn sich bei den kopierten Bildern die „Diebe“ selbst als Quelle oder Urheber angeben. So findet man meine Äpfel auf der Homepage der Stadt Salzburg bei der Vorstellung historischer Obstbäume. Als Bildunterschrift steht dort: „Äpfel; Bild: Stadtgemeinde Salzburg“

Wenn dort schon eine Bildquelle genannt wird, müßte da eigentlich mein Name stehen (idealerweise mit einem Link zu meiner Seite :-). Aber soweit will ich gar nicht gehen. Meinetwegen muß ich nicht unbedingt namentlich genannt werden, von mir aus kann da auch „Bild: Internet“ oder so stehen, aber bitte nicht „Stadtgemeinde Salzburg“. Das ist einfach falsch und erweckt den Eindruck, das Bild gehöre denen.

Vielleicht ist es ja nur ein Versehen oder das Urheberrecht sieht in Österreich ganz anders aus. Da kenne ich mich nicht aus. Wie ist das überhaupt mit den Rechten, gelten die des Ursprungslandes des Bildes oder die des Verwendungslandes? Keine Ahnung.

Selbsturheber

Suite101 Sebelin KiwisAuch eine freie Autorin des nach eigenen Angaben größten Autorennetzwerks im deutschsprachigen Raum Suite101 bediente sich frei im freien Internet.

Im Artikel zur Rolle und Bedeutung von Vitamin C tauchen meine Kiwis auf.
Als Urheber des Bildes nennt sich die Textautorin K. Sebelin selbst.

Bei anderen Artikeln gibt sie korrekterweise z.B. Pixelio oder einen Buchverlag an. Was ist nun so schwer daran, bei meinem Bild die richtige Quelle zu nennen? Ist es ihr möglicherweise peinlich, ein über die Bildersuche gefundenes Bild zu verwenden? Wirkt das etwa unprofessionell?

Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch den Artikel „Bilderverkauf im Internet – mit Fotos Geld verdienen“ derselben Autorin. Dort schreibt sie „Bei der Bildauswahl zum Bilderverkauf zu beachten“ unter anderem: „Das Foto muss selbst gemacht worden sein“. Dem kann ich nur zustimmen. Aber sie hat mein Bild ja auch nicht verkauft (hoffe ich doch :-).

Viele denken vielleicht auch, na so ein Bild kann man ja nicht so einfach wie einen Text finden. Wird schon keiner merken. Manchmal hilft aber der Zufall oder seit einigen Monaten auch die Google-Bildersuche mit der Funktion „Suchen mit Bild„.

Im Allgemeinen habe ich nichts gegen die Verwendung meiner Bilder, andere sehen das aber womöglich anders.

Es tut auch gar nicht weh

Quellen- und Urheberrechtsangeben bei Bildern im Internet sind richtig und wichtig. Aber dann sollte man das bitte ordentlich machen. Wenn im Zweifelsfall kein Urheber zu ermitteln ist, sollte man nicht einfach sich selbst einsetzen. Besser ist es, dann „Unbekannt“ oder „Internet“ zu schreiben, denn das ist dichter an der Wahrheit, als eine wissentlich falsch gemachte Angabe.

Selbst wenn die Quelle nur ein kleines privates Blog ist, bricht niemandem ein Zacken aus der Krone, das dann auch zuzugeben. Eine Namens- oder Seitennennung wäre das Mindeste, ein Link zur Seite natürlich noch besser. Schließlich hat der Bildnutzer einen Vorteil von der Verwendung des Bildes, da kann er auch etwas zurück geben. Geben und Nehmen, so wird ein Schuh draus.

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Bananen – gelber als gelb und größer als groß

Google-Bildersuche: Bananen

Meine Bananen mit dabei

Wenn man in der Google-Bildersuche nach Bananen sucht, zeigt sich derzeit eine Ergebnisseite wie oben abgebildet. Das Bild auf Platz 3 ist von mir (putzlowitsch.de).

Die Ergebnisse der Bildersuche kann man nach einigen Kriterien filtern, so z.B. nach Farbe, Größe und Bildtyp (Foto, Clipart, Zeichnung). Mit jedem Filter oder deren Kombination fallen Bilder unter den Tisch, weil sie nicht den Filterbedingungen entsprechen. Auch das Ranking ändert sich, da die Filterwerte wohl auch quantitativ gewertet werden.

Bananen gelber als Gelb

Google-Bildersuche: Bananen (gelb)

Mein erster Test gilt dem Farbfilter. Bei Bananen erwartet ich, daß sie schön gelb aussehen, zumindest dann, wenn sie schon reif sind, nicht etwa weiß. :-)

Das Gelb-Filter filtert die etwas blasse Lachbanane aus, die vorher auf Platz 2 lag. Ein anderes Bananenbild (vorher Platz 5) schiebt sich vor mein weiterhin drittplatziertes Bananenbild. Vermutlich ist es gelber als mein Bild, hat einen großeren Gelbanteil.

So weit, so gut. Allerdings ist das Bild auf Platz 3 nicht mehr mein Bananen-Bild, sondern eine Kopie auf einer anderen Webseite. Nun frage ich mich, oder besser gesagt Google, was an der anderen Seite in Bezug auf gelbe Bilder besser ist. Ist die Seite selbst etwa gelb oder gibt es da noch mehr gelbe Bilder oder warum ist meine Seite nicht mehr gut genug?

Auf meiner Bananen-Seite gib es auch noch schöne, gelbe Bananen-Bilder. Die geklaute Banane bei gesundlichleben.com ist wohlgemerkt eine exakte, auf das Byte übereinstimmende Kopie meines Bildes. Das Bild selbst kann also nicht für den veränderten Treffer verantwortlich sein. Aber was dann?

Bananen größer als groß

Beim Größenfilter sieht es ähnlich aus, die Suche nach großen Bildern sieht mein Bild sogar auf Platz 1, allerdings auch wieder nur die geklaute Kopie. Das Bild scheint nicht nur gelber als Gelb, sondern auch größer als groß zu sein.

Auch bei der Suche nach Fotos macht die Kopie eine bessere Figur als mein Original-Bananen-Bild. Interessanterweise ist mein Bananenbild sowohl Foto als auch Clipart, denn auch beim Filter „Clipart“ wird es angezeigt, oder besser gesagt die Kopie meines Bildes.

Google – die Qualitäts-Suchmaschine

Ich finde es erstaunlich, daß es ein und dasselbe Bild je nach Bilder-Filter bei der Google-Bildersuche zu anderen Bildern (Kopien) bzw. Seiten führt.

Mir ist schon klar, daß es aus Benutzersicht egal ist, welches Bild auf welcher Seite bei identischen Kopien angezeigt wird. Bild ist Bild und bleibt Bild. Mich würde eher der technische Hintergrund interessieren, der zu diesen, meiner Meinung nach nicht logisch nachvollziehbaren Ergebnissen führt.

Aber was ist bei der Bildersuche oder Suche ganz allgemein schon logisch? Manchmal habe ich den Eindruck, daß die Ergebnisse einfach ausgewürfelt werden. Aber Gott (Google) würfelt doch nicht! :-)

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