Das Putzlowitsch Test- und SEO-Blog

Mit der Google-Bildersuche Schuhe verkaufen – so gehts

Gewinner in der Bildersuche

Im Bidox 53/2015 gibt es einen überraschenden Gewinner.

Bidox-Gewinner KW 53/2015

Noch vor den üblichen .tk-Hotlink-Farmen steht diesmal eine ganz normale DE-Website ganz oben. Das „Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik“ hat quasi aus dem Nichts einen Bidox von gut 37 Punkten und damit Platz 42 erreicht. Nicht schlecht, aber irgendwie verdächtig.

Schaut man sich die Suchbegriffe an, für die die Website in der Bildersuche rankt, wird man stutzig: air jordan, jordans, new balance, nike air force, nike air max, nike roshe run, schuhe nike, …

Verkauft das „Aachener Kolloquium“ etwa auch Schuhe?

Nein, die Seite wurde gehackt, wie so einige andere auch. Wenn man in der Bildersuche z.B. nach air max sucht, findet man auch Seiten wie „Engler Umzüge“ und die „Belchen Seilbahn“.

Der Klick auf eines der Bilder-Suchergebnisse führt dann entsprechend per Weiterleitung zu einer Schuhverkaufsseite.

Google-Suche: Aachener Kolloquium (gehackt)

In der normalen Suche warnt Google sogar, daß die Seite möglicherweise gehackt wurde. Diese Warnung wird in der Bildersuche allerdings nicht angezeigt.

Bilder-Hotlinks nutzen

Gehackte Seiten sind natürlich ärgerlich aber der Grund, warum das überhaupt in der Form gemacht wird und so gut funktioniert, ist der Hotlink-Bug im Ranking-Algorithmus der Google-Bildersuche.

Es ist ganz einfach. Man nehme die ersten 10 oder 15 Top-Bilder aus der Google-Bildersuche zu den gewünschten Suchbegriffen, erstelle ein paar Seiten, auf denen diese Bilder per Hotlink eingebunden werden und schon nach wenigen Stunden hat man gaaaanz viele Besucher auf seinen Seiten.

Den Traffic kann man nun per AdSense monetarisieren oder eben auch auf die eigentlichen Verkaufsseiten umleiten.

Der Erfolg ist praktisch garantiert.

Weitere Artikel mit Bezug zu diesem:
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Veränderungen in der Google-Bildersuche – Jahresrückblick 2015

Veränderungen in der Google-Bildersuche

Seit ein paar Tagen kann man hier die Veränderungen in der Google-Bildersuche für die letzten 30 Tage beobachten. Die Veränderungen werden aus den Bilder-Beobachter-Daten (BiBeo) berechnet und beziehen sich nur auf die Bildersuche bei google.de.

Da heute der 1. Dezember ist, Zeit also für einen Jahresrückblick, habe ich mal die Veränderungen über das Jahr monatsweise zusammengestellt:

Bis ungefähr Mitte Juni bewegen sich die Änderungen auf einem eher niedrigen Niveau (unter 100). Einzige Ausnahme ist der 11. Februar mit einen Wert knapp über 150.

Am 17. Juni gibt es einen Anstieg auf über 250, am Tag danach sogar auf über 350. Seitdem liegt das Veränderungsniveau durchschnittlich auf einem höheren Level.

Die Änderung von Mitte Juni war mir als Sommer-Update bereits damals aufgefallen. Was ich da noch nicht erkannt hatte, ist das insgesamt deutlich dynamischere Ranking in der Bildersuche.

„Messen“ statt Schätzen, das Bilder-Beobachter-Wetter

Größerer Ranking-Updates gab es dann erst wieder im November. Diese wären mir auch nicht aufgefallen, hätte nicht Martin Mißfeldt bei Google+ danach gefragt. Nach dem stichprobenartigen Überfliegen der BiBeo-Daten hatte ich zwar das Update vom 4. November, aber nicht das vom 25. erkannt. Das war der Grund, den Bilder-Beobachter-Wetterbericht (BBW) zu berechnen.

Mit dem BBW kann man nur zwar recht gut erkennen, daß es ein Ranking-Update gab, allerdings nicht, was genau verändert wurde. Dazu müßte man sich die Gewinner-/Verlierer-Daten im Detail ansehen und versuchen, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

Verlierer der Woche

Im Bidox ist mir diese Woche neben den Bilder-Hotlink-Farmen Vebidoo als großer Verlierer aufgefallen.

bidox: vebidoo.de KW 48/2015

Vebidoo hatte längere Zeit die Bilder unter einem Layer versteckt. Möglicherweise erkennt Google nun solche Tricks und ignoriert einfach derartig eingebundene Bilder. Mittlerweile sind diese Layer bei Vebidoo verschwunden. Mal sehen, ob sich das Ranking erholt.

Nichts genaues weiß man nicht

Was nun genau die Ranking-Änderungen bewirkt hat, läßt sich nicht wirklich sagen. Das bleibt wie so vieles im Bereich der Suchmaschinen nur Spekulation.

Vielleicht hat ja von Euch noch jemand ein paar diesbezügliche Ideen. Falls ja, immer her damit, schreibt es in die Kommentare. :-)

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Hotlink-Spam-Seite schickt mobile Nutzer zu Sex-Portal

Zur aktuellen Hotlink-Spam-Seuche hatte ich bereits zwei Beiträge geschrieben:

Nun habe ich spaßeshalber mal eine der Spamseiten durch Googles PageSpeed Insights geschickt. Mal davon abgesehen, das der Desktop-Score mit 23/100 eher bescheiden ausfällt, hat mich das Ergebnis für die mobile Ansicht doch überrascht.

Zunächst gab es zweimal nur eine Fehlermeldung, daß die Seite nicht erreichbar ist. Bei meinem dritten Versuch sah das Ergbnis dann so aus:

Google PageSpeed: Hotlinkfarm fotb.xyz (mobile)

Der Wert fällt mit 51/100 auch nicht besonders gut aus. Viel interessanter ist aber die Seitenvorschau rechts im Bild.

Das hat mit der eigentlichen Spamseite mit den Bildern nicht mehr viel zu tun. Und Google-PageSpeed meckert prompt auch die vielen Umleitungen an. Über vier Zwischenstationen geht es schließlich zu einer Sex-/Dating-/Wasauchimmer-Seite.

Wahrscheinlich läßt sich über so eine Mehrfachumleitung viel mehr Kohle machen, als mit zwei AdSense-Bannern auf den normalen Seiten.

Tja, und Google schickt die Besucher immer wieder fröhlich auf die alle 24 Stunden neu aufgesetzten Spam-Domains.

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Bilder Hotlink-Spam, auch google.com in USA betroffen

Bildersuche grenzenlos

Kürzlich hatte ich vom Problem der Hotlink-Farmen in der Google-Bildersuche berichtet. Meine Angaben dort beziehen sich speziell auf die deutsche Bildersuche bei google.de. Nur dafür habe ich statistische Zahlen (bidox, bibeo, ranking 123) und im Allgemeinen interessiert mich die Bildersuche in den anderen Ländern auch nicht wirklich.

Nun gibt es aber teilweise Überschneidungen bei den Keywords in der deutschen und englischen Bildersuche. Klar, z.B. haben prominente Personen, Automarken und viele geografische Objekte die selben Namen in beiden Sprachen. Wer nach „Emma Watson“, dem „Audi R8“ oder „Long Beach“ sucht, tut das in beiden Sprachen mit den selben Suchbegriffen.

Also haben Hotlink-Farmen, die eigentlich auf den englischsprachigen Markt ausgerichtet sind, auch Treffer in der deutschen Bildersuche.

Hotlink-Farmen in der englischen Bildersuche

So bin ich auf die Website picturesofworld4.xyz gestoßen. Und siehe da, auch bei der Google-Bildersuche auf google.com zeigt sich ein ähnliches Bild, wie mit den .xyz. und .tk-Hotlinkfarmen auf google.de.

Bei der Suche nach „birthday cake“ tauchen dann auch weitere .xyz. und .tk-Domains (blau umrandet) auf. Die Screenshots hatte ich bereits gestern gemacht, heute sehen die Ergebnisse schon wieder anders aus.

Die picturesofworld4-Domain ist allerdings nicht in der Türkei registriert, sondern in Panama. Das dürfte aber kaum einen Unterschied machen. Ein rechtliches Vorgehen gegen die Hotlinker dürfte ähnlich aussichtslos sein.

Gut, überraschend ist das nun nicht, die Spam-Probleme machen eben auch vor Ländergrenzen nicht halt.

Und warum soll es den Amis besser gehen, als uns? :-)

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Vergeßt die Bildersuche, Google ist überfordert

Die Hotlinkfarmen boomen

bidox – Gewinner der Woche 40/2015

Vorbemerkung: Es geht hier um die Google-Bildersuche bei google.de. Allerdings ist die englische Bildersuche bei google.com auch betroffen.

Das sind die Gewinner der letzten Woche im Bilder-Domain-Index (Bidox). Alle Domains habe ihren bidox-Wert aus den Nichts erreicht, wobei in der Liste nur Seiten angezeigt werden, die mindestens einen Wert von 10 erreicht haben. Für fotomega.xyz ging es sogar von 0 auf über 100, aber diese Website ist bereits Geschichte.

So einen steilen Aufstieg in der Google-Bildersuche erreicht man in der Regel nur mit vielen Hotlinks auf topplatzierte Bilder. Diese Hotlink-Farmen sind nicht neu, sie haben nun aber das System perfektioniert.

Nur die Top-Bilder zählen

Für die Hotlink-Spammer sind natürlich nur die Top-Bilder lukrativ, weil man mit diesen nich nur in der Bildersuche selbst, sondern auch in der Bilderbox der organischen Suche oder im Knowledge-Graph mitmischen kann. So sieht dann das Ergbnis aus:

Google-Bilderbox: Blumen

Im ersten Beispiel „Blumen“ zeigen alle vier Bilder der Bilder-Box auf die Hotlinkfarm geburtstag5.tk.

Google-Knowledge-Graph: Pasta

Beim Knowledge-Graph für „Pasta“ wurden zwar nicht alle Bilder von den Hotlinkern gekapert, aber man sieht schon das neue Konzept der wechselnden Sub-Domains. Zwei Bilder zeigen auf un.fotosg.xyz, ein anderes auf tres.fotosg.xyz. Jetzt, wo ich diesen Artikel hier schreibe, werden bereits alle Seiten auf die neue Domain fotoweb.xyz umgeleitet.

Domain wechsle dich

Um gar nicht erst von möglichen Antispam-Maßnahmen behelligt zu werden, wird praktisch täglich die Subdomain und nach ein paar Tagen auch die Hauptdomain gewechselt. Sollte jemand bei Google einen Spam-Report oder gar eine DMCA-Beschwerde einreichen, ist die Hotlink-Farm längst auf eine neue Domain umgezogen und kann ungestört weitermachen, bevor da überhaupt etwas bearbeitet wurde.

Die Seiten laufen, soweit ich das gesehen habe, mit WordPress. Da ist so ein Sub-/Domainwechsel sehr einfach zu bewerkstelligen.

Wordpress-Einstellungen: URL

Nachdem man die neue Domain registriert und auf den Webspace aufgeschaltet hat, muß man nur noch in den Allgemeinen Einstelluneg die gewünschte Domain oder Subdomain bei WordPress-Adresse und Website-Adresse eintragen. Fertig ist die Laube, um alles andere inklusive Weiterleitung der Zugriffe auf die alte Domain zur neuen Domain kümmert sich WordPress.

Geld verdienen leicht gemacht

Die Hotlinkfarmen werden selbstverständlich nicht nur zum Spaß aufgebaut oder um Bilder-Menschen wie mich zu ärgern. Man kann mit den Hotlinks prima Geld über Werbung verdienen.

So sieht eine der .xyz-Seiten aus, wenn man sie besucht. Es gibt ein bißchen schlecht (automatisch) vom Türkischen ins Deutsche übersetzten Text und natürlich die per Hotlink eingebundenen Bilder, teilweise per display:none versteckt.

Dazu kommen für die interne Verlinkung „Related posts“, „Recent Posts“, „Archives“, „Categories“ und „Zufällige Bilder“. Im Archiv kann man übrigens sehen, wann die Hotlink-Farm an den Start gegangen ist. Der erste „Artikel“ ist vom 3. August 2015.

Zum Geldverdienen dürfen auch Werbveblöcke nicht fehlen, davon findet man bescheidene drei auf der Seite.

Ich weiß zwar nicht, wieviel so eine .tk- oder .xyz-Domain in der Türkei kostet, aber selbst wenn die Domain nach wenigen Tagen verbrannt ist, dürfte sie in dieser Zeit locker das Geld plus einen guten Gewinn eingespielt haben.

Ist Google machtlos?

Es ist ja wirklich toll, wie rührig sich Google bemüht, Spam aus den organischen Suchergebnissen fernzuhalten. Da gibt es immer wieder neue Updates mit putzigen Tiernamen und die Spammer bekommen das große Zittern.

Wer sich allerdings auf Bilder-Spam mit Hotlink-Farmen spezialisiert hat, kann sich schon seit Jahren entspannt zurücklehnen. Im Bereich der Bildersuche muß man da nichts befürchten.

Google-Bilderbox: Enduro

Im Gegenteil, ich habe sogar den Eindruck, daß es seit einiger Zeit viel schneller als früher möglich ist, ein Bild per Hotlink in den Suchergebnissen zu übernehmen. Gerade bei Bildern in der Bilder-Box oder im Knowledge-Graph passiert das fast in Echtzeit.

Dabei wäre die Spamerkennung bei den großen Hotlink-Farmen denkbar einfach. Wenn eine Website in kurzer Zeit Bilder von vielen unterschiedlichen Domains einbindet, dann sollte bei Google eine rote Spam-Warn-Lampe angehen.

Und warum muß ein Bild immer sofort auf eine neue Seite in den Suchergebnissen verweisen, wenn es irgendwo auf einer neuen Seite auftaucht? Stellt eine Seite, nur weil sie neu ist, einen größeren Mehrwert für den Besucher dar?

Ich denke nicht, daß Google bei dem Problem des Bildersuche-Spams machtlos ist, zumal es aus meiner Sicht recht starke Signale für Bilderspam gibt.

Google kümmert sich einfach nicht um die Bildersuche und dreht lieber im 127. Panda-Update an Stellschraube 68, so daß möglicherweise 0,03% weniger Spam bei den organischen Suchergebnissen zu finde ist.

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