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Google-Doodle 2014 in Zahlen, Fußball-WM sorgt für neuen Rekord

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf Google-Doodle, die im Jahr 2014 bei google.de zu sehen waren.

2014 – ein neues Doodle-Rekord-Jahr

Google-Doodle über die Jahre

Der Doodle-Jahrgang 2014 hat einen neuen Rekord aufgestellt. Es gab bei google.de 101 Doodle, was seit 1998 der mit Abstand höchste Wert ist. Allein für die Fußball-WM in Brasilien gab es 65 Doodles.

Im Doodle-Rückblick 2013 hatte ich bereits die olympische Winterspiele und die Fußball-WM als wichtige Doodle-Lieferanten prognostiziert. Allerdings bin ich von mehr Doodles für Olympia und weniger für die Fußball-WM ausgegangen. Es kam aber anderes. Aus vermutlich politischen Gründen gab es nur ein Doodle für die olympischen Winterspiele in Sotschi.

Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi (Google-Doodle)

Den 65 Fußball-WM-Doodles habe ich bereits einen ausführlicheren Artikel in der „Putzlowitscher Zeitung“ gewidmet.

Sommerloch in der Urlaubszeit?

Google Doodle im Jahr 2014 nach Monaten

Die Sommer-Doodle-Flaute wurde 2014 von der Fußball-WM überstrahlt. Allein im Juni gab es 44 und im Juli nochmal 18 Doodle. Da fällt der Urlaubsmonat August dann doch mit nur zwei Google-Doodle (John Venn, Meteoritenschwarm der Perseiden) krachend ins Sommerloch. Das tut dem Erfolg aber keinen Abbruch, mein „Meteoritenschwarm der Perseiden“-Doodle-Video war mit 29000 Views recht erfolgreich. Und nicht nur das, auch der Artikel bei Putzlowitsch lief ganz ordentlich. :-)

Wie in den letzten Jahren ist der Dezember ein guter Doodle-Monat, denn allein Weihnachten (Mini-Serie mit 3 Doodles) und Silvester garantieren für 4 Doodle. Letztes Jahr gab es auch wieder ein Doodle zur Wintersonnenwende. Dazu kommen ein Doodle zum „119. Geburtstag von Anna Freud“ und das vor zwei Jahren zurückgezogene Doodle für Wassily Kandinsky. Alles in allem also sieben Doodle und damit Platz 3 in der Monatswertung.

Die langweilige Doodle-Wochentagverteilung

Google Doodle im Jahr 2014 nach Wochentagen

Die Doodle-Verteilung über die Wochentage sah 2014 recht ausgeglichen aus. Zumindest gab es keine großen Ausreißer wie 2013. Zwischen 18 am Mittwoch und 11 am Donnerstag verteilen sich die Doodle über die Woche. Was soll man dazu schon noch sagen?

Google ist 2014 ganz sportlich

Google Doodle im Jahr 2014 nach Themen

Die thematische Einordnung der Doodle ist natürlich eher subjektiv. Hier hatte ich beschrieben, was ich in welche Kategorien einsortiere.

Dagegen kam 2014 kein Thema an, der Sport dominierte das Jahr mit 61 Doodles (1×Winterolympiade, 60×Fußball-WM). Warum nur 60 mal Fußball-WM? Es gab zwar insgesamt 65 WM-Doodle, allerdings waren nicht alle auch bei google.de zu sehen. So gab es z.B. das Doodle „Argentinien im WM Finale“ (#60) nur in Argentinien zu sehen.

Die Geburtstage landeten 2014 abgeschlagen auf Platz 2. Nur ganze 20 Doodle gabe es zum Ehrentag einer mehr oder weniger bekannten Persönlichkeit.

Die restlichen Themen nehmen sich dann noch bescheidener aus. Die Feiertage wie Neujahrstag, Weihnachten und Silvester spielen mit fünf Stück noch eine halbwegs bedeutende Rolle.

Mein Lieblingsdoodle 2014

Es ist nicht so einfach, ein Lieblingsdoodle zu küren. Es gab einige, die mir sehr gut gefallen haben.
Am schönsten fand ich, weil liebevoll gezeichnet und animiert, die Jahreszeiten-Reihe. Hier der Herbst:

Gewitter Nacht Berlin Köpenick 15 08 2023

Die Reise durch das Jahr mit den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter ist eine tolle Idee. Das Sommeranfang-Doodle gab es leider nicht in Deutschland.

Im Original sind die Doodle aber ohne Musik, die habe ich hinzugefügt. Die Doodle wurden übrigens von der Comic-Zeichnerin Eleanor Davis gestaltet.

Ja, auch das „Meteoritenschwarm der Perseiden“-Doodle muß ich natürlich gut finden, schließlich hat es mir einige Besucher und Klicks beschert. :-)

Das Doodlejahr 2015

Dieses Jahr wird es wohl keinen neuen Doodle-Rekord geben, da keine großen Sportereignisse stattfinden. Gesetzt sind natürlich wieder die Feiertage und wiederkehrende Ereignisse wie Nationalfeiertag, Valentinstag, Tag der Erde, Muttertag und Halloween.

Dann gibt es so ein paar „Wackelkandidaten“, wie Sommer- und Winteranfang, Frauentag und Vatertag. Da gab es in der Vergangenheit Doodle, manche aber nicht in Deutschland oder auch mal gar nicht. Man weiß es nicht.

Wer immer aktuell über die anstehenden Doodle informiert sein will, folgt am besten dem Doodle-Finder auf Google+. Alle vergangenen Doodle findet man bei Google.

Welches Doodle hat Euch 2014 am besten gefallen?
Schreibt es in die Kommentare!

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Google-Doodle Top-100 Übersicht 2015

Im Jahr 2015 gab es in Deutschland bisher 60 Google-Doodle:

01.01.2015Frohes neues Jahr!
14.02.2015Heute ist Valentinstag!
16.02.2015Alaaf und Helau!
18.02.2015270. Geburtstag von Alessandro Volta
19.02.2015Mondneujahr 2015
05.03.2015503. Geburtstag von Mercator
08.03.2015Einen schönen Internationalen Frauentag!
16.03.2015216. Geburtstag von Anna Atkins
20.03.2015Frühlingsanfang und Sonnenfinsternis 2015
23.03.2015133. Geburtstag von Emmy Noether
31.03.2015Heute vor 126 Jahren wurde der Eiffelturm offiziell eröffnet
14.04.2015155. Jahrestag des Pony Express
15.04.2015Jetzt beginnt die Spargelzeit!
21.04.201581 Jahre auf der Suche nach Nessie
22.04.2015Tag der Erde 2015
01.05.2015Tag der Arbeit 2015
04.05.2015360. Geburtstag von Bartolomeo Cristofori
10.05.2015Schönen Muttertag 2015!
13.05.2015127. Geburtstag von Inge Lehmann
14.05.2015Schönen Vatertag 2015!
19.05.201545 Jahre Barbapapa
23.05.201560 Jahre Eurovision Song Contest
05.06.2015Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2015
21.06.2015Heute beginnt offiziell der Sommer!
05.07.2015Frauen Fußball-Weltmeisterschaft Finale 2015
06.07.2015Frauen Fußball-Weltmeisterschaft Finale 2015
07.07.2015114. Geburtstag von Eiji Tsuburaya
09.07.201574. Geburtstag von Aiga Rasch
14.07.2015Pluto-Vorbeiflug der NASA-Sonde New Horizons
24.07.2015Beginn der Special Olympics World Games 2015
25.07.2015Beginn der Special Olympics World Games 2015
26.07.2015Beginn der Special Olympics World Games 2015
05.08.2015Vor 101 Jahren wurde die erste elektrische Verkehrsampel eingeführt
08.08.2015Vor 229 Jahren wurde der Mont Blanc zum ersten Mal bestiegen
01.09.2015Das neue Google-Logo
02.09.2015Das neue Google-Logo
20.09.2015Weltkindertag 2015
23.09.2015Herbstanfang 2015
27.09.2015Google feiert heute 17. Geburtstag
03.10.2015Tag der Deutschen Einheit
29.09.2015Hinweise auf Wasser auf dem Mars gefunden!
30.09.2015Hinweise auf Wasser auf dem Mars gefunden!
03.10.201525 Jahre Wiedervereinigung
09.10.2015605 Jahre astronomische Prager Rathausuhr
13.10.201540 Jahre Yps-Magazin
30.10.2015Spiel mit beim 2015 Global Candy Cup
31.10.2015Spiel mit beim 2015 Global Candy Cup
01.11.2015Spiel mit beim 2015 Global Candy Cup
02.11.2015200. Geburtstag von George Boole
06.11.2015201. Geburtstag von Adolphe Sax
09.11.2015101. Geburtstag von Hedy Lamarr
13.11.2015300. Geburtstag von Dorothea Christiane Erxleben
24.11.2015Vor 41 Jahren wurde Lucy entdeckt
14.12.201597. Geburtstag von B.K.S lyengar
17.12.2015245. Geburtstag von Ludwig van Beethoven
22.12.2015Winteranfang 2016
23.12.2015Morgen, Kinder wird's was geben!
24.12.2015Frohe Weihnachten!
25.12.2015Frohe Weihnachten!
31.12.2015Guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier die Übersicht für 2011, 2012, 2013 und 2014.

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Geschwindigkeit und Sichertheit – https geht auch schnell

Sicher ist sicher

Vor gut sechs Wochen habe ich meine putzlowitsch.de-Website auf https umgestellt.
Das SSL-Zertifikat ist schon immer in meinem Webhosting-Paket bei All-Inkl im Preis enthalten. Nun habe ich es endlich aktiviert.

Putzlowitsch mit Comodo-SSL Zertifikat

Sichtbarer Effekt ist das Schloß-Symbol in der Adressleiste, welches auf eine sichere Verbindung hinweist. Die Übertragung der Daten vom Browser des Nutzers zum Server und umgekehrt ist verschlüsselt. Das Zertifikat wird vom Browser ohne weitere Nachfrage akzeptiert, weil es in der Zertifikatshierarchie auf ein vertrauenswürdiges Root-Zertifikat von “AddTrust External CA Root” zurückgeht.

Ein technisch bedingter Nebeneffekt ist, daß meine Putzlowitsch-Domain auch eine eigene IP-Adresse bekommen hat, da All-Inkl nicht wie Strato das SNI-Verfahren verwendet. Im Unterschied zu 1&1, wo bei aktivem SSL das gesamte Webhosting-Paket eine gesonderte IP-Adresse erhält, ist es bei All-Inkl aber nur die per SSL gesicherte Domain.

Für Google eine neue Web-Site

Obwohl ich die Nicht-SSL-Version meiner Putzlowitsch-Seiten per 301-Redirect auf die https-Version weiterleite, ist es für Google erstmal eine neue Website. Erwartungsgemäß war der Google-Bot kurz nach der Umstellung auf meinen Seiten sehr aktiv.

Gut zu sehen ist das in den Google-Webmaster-Tools unter „Crawling-Statistiken“:

Pro Tag gecrawlte Seiten
Pro Tag gecrawlte Seiten

Waren es vorher ungefähr 500 bis 1500 Seiten am Tag, gab es kurz nach der Umstellung einen Spitzenwert von fast 7500 Seiten.

Pro Tag heruntergeladene Kilobyte
Pro Tag heruntergeladene Kilobyte

Entsprechend zeigt sich das auch bei der durch den Google-Bot heruntergeladenen Datenmenge.

Die eigentlich spannende Frage ist aber die nach der Gewschwindigkeit

Sicher muß nicht langsamer sein

Nachdem meine Schnurpsel-Seite hier durch die https-Umstellung einen merk- und meßbaren Geschwindigkeitverlust erlitten hat, war ich gespannt, ob sich das bei All-Inkl ähnlich darstellt.

Ich habe durchaus erwartet, daß die Seiten etwas langsamer werden, denn die Verschlüsselung benötigt auch bei All-Inkl natürlich Rechenzeit. Nach der Umstellung fühlte sich die Seite nicht langsamer an. Und wie schnell werden die Seiten für den Google-Bot ausgeliefert?

Hierzu habe ich wieder einen Blick in die Google-Webmastertools geworfen. Dort kann man sich die Ladezeiten für die Seitenabrufe durch den Googlebot ansehen.

Dauer des Herunterladens einer Seite (in Millisekunden)
Dauer des Herunterladens einer Seite (in Millisekunden)

Größere Schwankungen bei der Ladezeit gab es seit Anfang Oktober, warum auch immer, bereits vor der HTTPS-Umstellung. Danach ist für mich zumindest keine signifikanter Anstieg zu erkennen. Die Werte schwanken im Bereich von 500 bis 1100 Milliskunden.

„Gefühl“ und Meßwerte zeigen, die Seite ist durch SSL-verschlüsselte Auslieferung nicht wirklich langsamer geworden.

Noch schneller

In der Ladezeit-Grafik ist ab dem 26. November ein interessanter Kurvenverlauf zu sehen. Die Zeiten für die Auslieferung der Seiten an den Google-Bot liegen seitdem fast konstant bei knapp unter 300 ms. Was ist passiert?

Mein Webhostingpaket bei All-Inkl liegt nun schon seit mehreren Jahren auf einem Server, der mittlerweile nicht mehr der schnellst ist. Ein großer Nachteil war aus meiner Sicht, das dort nur die veraltete PHP-Version 5.2 als Standard lief. Man kann zwar per .htaccess die PHP-Version ändern, aber dann läuft PHP nicht mehr als Apache-Modul, sondern als FastCGI im Kontext des FTP-Benutzers. Genau das wollte ich aber nicht.

Die einzige Möglichkeit, eine aktuelle PHP-Version (5.6) als mod_php zu bekommen, ist der Umzug auf einen anderen Server, bei dem das neue PHP als Standard läuft.

Gesagt, getan. Am Abend des 25.11. habe ich meinen Wunsch dem Support vorgetragen und wurde noch direkt in die nächtlichen Updates und Umzüge eingetaktet. Am nächsten morgen war alles erledigt und meine Websites liefen mit PHP 5.6.

Und nicht nur das, sie waren sogar spürbar (und meßbar, siehe oben) schneller.

SSL muß nicht langsam sein

Putzlowitsch Chrome-Timeline

Alles in allem bin ich mit der HTTPS-Umstellung bei All-Inkl für meine „Putzlowitscher Zeitung“ sehr zufrieden. Ob und was es sonst nocht bringt, werde ich sehen. Technisch gesehen und von der Geschwindigleit her war es in jedem Fall ein Erfolg. :-)

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LSR schlägt auf Google-Bildersuche durch – Welt, Auto- und Computerbild verschwunden

Kein Text

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) schützt bereits kleine Ausschnitte aus Zeitungsartikeln (und Vorschaubilder) für ein Jahr nach der Veröffentlichung.

Diese Snippets und Thumbnails werden normalerweise von Suchmaschinen in den Suchergebnissen angezeigt. Das ist nach Inkrafttreten des LSR aber nicht mehr möglich, es sei denn, die Presseverleger gestatten es ausdrücklich, ggf. für eine Vergütung.

Google hat sich vor einigen Tagen entschlossen, in den Suchergebnissen keine Snippets und Thumbails von Verlagen anzuzeigen, die der Verwendung nicht zugestimmt haben. Klar, man will ja nicht gegen Gesetze verstoßen.

Für die normale Suche sieht es nun so aus, daß Artikel zwar noch in den Suchergebnissen gelistet werden, aber nur mit Titel und Link zur Seite.

Google-Suche: Ebola (welt.de ohne Snippet)

Während beim „Spiegel“ und der „Zeit“ ein zweizeiliger Textausschnitt angezeigt wird, findet man beim Artikel der „Welt“ nur die Überschrift und den Link.

Kein Bild

Da zu den geschützten Presseerzeugnissen auch die Artikelbilder zählen, werden in Google-News nun auch entsprechend keine Bilder mehr angezeigt. Auch bleiben nur die Überschrift und der Link zum Artikel übrig.

Für die Google-Bildersuche hat das allerdings ganz andere Folgen, denn die Bildersuche macht ohne Vorschaubildchen keinen Sinn. Der Verzicht auf die Bilder kommt einem Rauswurf aus der Bildersuche gleich. Im Bidox gehören aktuell deshalb drei Online-Presseerzeugnisse zu den Verlierern der Woche:

LSR-Auswirkung in der Bildersuche

Betroffen sind „Autobild“, „Computerbild“ und „Welt“. In der Vorwoche lagen die Seiten im Bidox noch auf Platz 30, 39 bzw. 48

Ich kann zwar nicht beurteilen, wie hoch der Traffic über die Bildersuche bei den Verlagen war, aber im Unterschied zur normalen Suche bzw. Google-News fällt er nun komplett weg.

Ich vermute mal, daß niemand so richtig die durschlagende Wirkung des LSR auf die Bildersuche im Blick hatte.

Andere Beiträge zum Thema (extern):

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Geschwindigkeit vs. Sichertheit – https bremst Seite aus

Sicher ist sicher

Vor gut einem Monat habe ich meine schnurpsel.de-Website auf https umgestellt. Für das Shared-Webhosting bietet Strato zu einem monatlichen Preis von 2,99 Euro ein einfaches Single-Domain-Zertifikat an, welches ich nun hier auch nutze.

Schnurpsel mit Strato-SSL

Sichtbarer Effekt ist das Schloß-Symbol in der Adressleiste, welches auf eine sichere Verbindung hinweist. Die Übertragung der Daten vom Browser des Nutzers zum Server und umgekehrt ist verschlüsselt. So weit, so gut.

Sicher ist langsamer

Ich habe durchaus erwartet, daß die Seiten etwas langsamer werden, denn die Verschlüsselung benötigt natürlich Rechenzeit. Die ersten Test der auf https umgestellten Domain bestätigten das auch. Die Seiten werden merklich langsamer geladen. Aber wie langsam ist nun dieses Langsam, wenn es sogar merkbar ist?

Hierzu habe ich einen Blick in die Google-Webmastertools geworfen. Dort kann man sich die Ladezeiten für die Seitenabrufe durch den Googlebot ansehen.

Google-Webmastertools: schnurpsel.de mit https

Vor der Umstellung lag die Ladezeit zwischen 0,5 und 1 Sekunde. Das ist sicher kein Spitzenwert, aber durchaus akzeptabel. Nach der Umstellung bewegt sich die Zeit im Bereich von 1,5 bis 2 Sekunden, eine merkliche Verschlechterung.

Die Zeitfresser

Die konkreten Ladezeiten habe ich mir in den Entwicklertools von Chrome angesehen. Die Timeline und die „Resource network timing“ gibt Aufschluß darüber, wie lange etwas beim Aufruf einer Seite dauert.

Da ich keine „Meßwerte“ für schnurpsel.de aus der Zeit vor der https-Umstellung besitze, habe ich die Werte für ein Testblog, auch bei Strato gehostet, als Vergleich herangezogen.

Strato ohne https

Die Timeline für schnurpsel.de sieht so aus:

Die Zeiten für „Blocking“ und „DNS Lookup“ haben nichts mit dem Webserver selbst zu tun und liegen im normalen Rahmen.

Interessant wird es dann beim „Connecting„, der Zeit für den Verbindungsaufbau mit dem Server auf der Netzwerkebene (TCP) und eben auch für die erste SSL-Aushandlung. Die Zeit hat sich von etwa 30 ms ohne SSL auf fast 300 ms mit SSL mal eben verzehnfacht.

Die „SSL„-Zeit gibt es ohne https natürlich nicht. Hier wird die verschlüsselte Verbindung mit dem Schlüsselaustausch, Prüfung des Zertifikates usw. abschließend ausgehandelt. Das schlägt noch einmal mit mindestens 250 ms zu Buche.

Die Zeit für das Senden („Sending“) kann man praktisch vernachlässigen, sie liegt immer im Bereich von wenigen Millisekunden.

Die Wartezeit („Waitung“) ist die Zeit die vergeht, bis nach dem Senden der Anforderung (Request) die Antwort (Response) beim Browser eintrifft. Für WordPress ist es die Zeit, die benötigt wird, um die Seite zu erstellen, also Laden von WordPress, der Plugins und des Themes, Datenbankabfragen, Erzeugen der Ausgabe usw. Die Zeit liegt bei der Schnurpsel-Seite höher als bei der Testseite, weil einfach viel mehr Daten zu verarbeiten sind. Die Testinstallation ist praktisch eine leere WP-Seite.

Zu guter Letzt müssen die Daten vom Server zum Browser übertragen werden, was der „Receiving“-Zeit entspricht. Auch hier dauert es bei Schnurpsel Erwartungsgemäß länger, weil mehr Daten zu übertragen sind.

Langsames SSL bei Strato

Die zusätzliche Zeit von 550 ms (300 ms + 250 ms) paßt ganz gut zu dem, was in den Webmastertools von Google angezeigt wird. Wobei das eher die Untergrenze darstellt, die Verlängerung der Ladezeit durch SSL kann auch höher ausfallen.

Srato mit https (700 ms)

Letztendlich stellt sich mir nun die Frage, was besser oder schlechter ist. Die deutlich merkbar längere Ladezeit spricht gegen https, das mehr an Sicherheit, verbunden mit größerem Vertrauen und „Professionalität“, aber dafür.

Ich werde bei https bleiben und hoffe einfach, daß Strato da irgendwie noch was an der Geschwindigkeit verbesserm kann. Bei anderen Sachen haben sie es ja früher oder stäter auch geschafft. :-)

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