Das Putzlowitsch Test- und SEO-Blog

Der Pinterest-Schutz ist schon eingebaut – bei meinen Seiten

Schutzbedürftig

Seit einiger Zeit gibt es für Webseitenbetreiber die Möglichkeit das Pinnen von Bildern bei Pinterest zu „verhindern“. Dazu steht in der Pinterest-Hilfe folgendes:

What if I don’t want images from my site to be pinned?
We have a small piece of code you can add to the head of any page on your site:

<meta name="pinterest" content="nopin" />

When a user tries to pin from your site, they will see this message:
„This site doesn’t allow pinning to Pinterest. Please contact the owner with any questions. Thanks for visiting!“

Über Sinn und Wirksamkeit eines Pinterest-Schutzes kann man geteilter Meinung sein. Ich sehe das auch nicht als Schutz an, sondern eher als eine einfache Zugangserschwerung für ahnungslose Nutzer. Verhindern kann man das Pinnen von Bildern damit nicht wirklich.

Kleinigkeiten

Eine weitere „Schutzmöglichkeit“ habe ich schon seit längerer Zeit unwissentlich in meinen Blogs eingebaut. Ich verwende normalerweise in meinen Blogartikeln relativ kleine Vorschaubilder, die dann auf das große Bild verlinken. Wenn ich nun einen Artikel bei Pinterest zum Pinnen eingebe, erhalte ich folgende Meldung:

Pinterest: No large images found

Aha, die Bilder sind für Pinterest also zu klein. Pinterest wertet auf der Seite nur sichtbar per img-Tag eingebunden Bilder aus, nicht aber Links auf Bilder. Meine Vorschaubilder haben auf der längeren Seite max. 160 Pixel (z.B. 160×120 oder 120×160), das ist demnach zu wenig. Wo bei Pinterest die Größen- oder besser Kleinengrenze liegt, weiß ich nicht.

Umwege

Da ich nun seit ein paar Tagen selbst bei Pinterest angemdeldet bin und das eine oder andere Bild dort pinnen will, muß ich immer einen Umweg machen.

Ich gebe zunächst die URL des großen Bildes an und ändere nachträglich aber den Link. Ich will ja keine Hotlinks auf meine Bilder produzieren und außerdem soll ein Klick nicht zum Bild, sondern zu meiner Seite, zu meinem Artikel führen.

Das ist zwar etwas umständlich, aber etwas Besseres fällt mir im Moment dazu nicht ein. Vielleicht hat ja jemand eine Idee. :-)

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Googles neuer Dating-Dienst G• (G-Punkt)

Auf den Punkt gebracht

HerzNach G+ vor etwa einem Jahr startet in den nächsten Tagen der neue Google-Dating-Dienst G• (G-Punkt, in Anlehnung an G-Plus), wie beim TagSeoBlog und auch im Google-Blog zu lesen ist.

Der Dating-Service basiert auf den persönlichen Daten aus den GooglePlus-Profilen wie Geschlecht, Beziehungsstatus, Interessen und persönliche Vorlieben.

Das daraus gebildete Dating-Profil wird zusammen mit Geo-Location-Infos dazu verwendet, Links zu Dating-Vorschlägen abzuleiten. Irgendwie bekommt dann auch der Begriff Hotlink eine ganz neue Bedeutung.

Auch für Unterwegs

Google-Dating for mobileBesonders praktisch ist natürlich die Integration die Mobil-Version für Smartphones. Gab es da bisher schon direkt auf der Google-Startseite die Schnellsuche nach Restaurants, Cafés, Bars und Geldautomaten am aktuellen Standort, so kommen nun auch die Dating-Angebote hinzu.

Klar auch, daß man für das Date ein schönes Restaurant, Café oder eine Bar sucht. Ein Geldautomat in der Nähe kann dann schließlich auch ganz hilfreich sein. :-)

Google greift weiter an

Wie schon so oft bei neuen Google-Diensten ist das natürlich auch ein Angriff auf die jeweiligen Spezialisten, hier nun Dienste wie z.B. in Deutschland ElitePartner, eDarling und andere.

Ein Problem hat Google aber, das ist die noch nicht wirklich große Anzahl an GooglePlus-Mitgliedern. Zudem gibt es deutlich mehr männliche als weibliche GooglePlusser. Google muß also in nächster Zeit viele neue, vor allem auch weibliche Mitglieder gewinnen. Ein Schritt in diese Richtung könnte ein weiterer Google-Dienst werden, Google-Plinterest.

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SEO-Campixx am Müggelsee, die Zweite (für mich)

SEO-Campixx-2012: Bändchen

Nach der Campixx 2011 war das in diesem Jahr nun meine zweite SEO-Campixx am schönen Müggelsee in Berlin Köpenick. Eine Reise nach Köpenick ist für mich auch immer eine Rückkehr in meine alte Heimat, denn hier habe ich viele Jahre gelebt.

Dieses Jahr hatte ich meine kleine Knipse eingesteckt, um ein paar Eindrücke im Bild festzuhalten. Wenn ich mir jetzt die Bilder so ansehe, bin ich nicht wirklich mit dem Ergebnis zufrieden. Wegen der oft schwierigen Lichtverhältnisse sind die Bilder entweder verrauscht, verwackelt oder beides. Aber egal, sie vermitteln einen Eindruck vom Geschehen, also auf geht’s.

Anreise, Anmeldung, Begrüßung und Keynote

SEO-Campixx-2012: Hotel am Müggelsee - BerlinNach der Anreise am Freitagabend und Übernachtung fuhr ich am Samstag schon recht früh mit dem Bus zur alten „Müggelseeperle“. Gegen 7:30 Uhr war ich bei der Anmeldung und konnte nach Vorlage meines PA die unabdingbaren Campixx-Utensilien in Empfang nehmen.

Das waren Namensschild, Veranstaltungsplan, ein Kugelschreiber und das gelbe T-Shirt, welches mir übrigens besser gefällt, als das rote vom letzten Jahr. Außerdem gab es noch ein Bändchen ums Handgelenk.

Bis zur Eröffnung um 9 Uhr hatte ich noch genug Zeit, mir die 120 Workshops durchzusehen und eine Vorauswahl zu treffen. Irgendwo hatte ich im Vorfeld den Tip gelesen, man solle bei der Auswahl der Sessions nicht nach dem Referenten, sondern nach dem Thema gehen.

Das sehe ich für mich anders. Es gibt ein paar Leute, da würde ich immer hingehen, die können dann meinetwegen auch über die Aufzucht und Pflege eines Knauch Pazungi sprechen. Es macht mir einfach Spaß, denen zuzuhören, daß ist nicht nur Wissensvermittlung, sondern einfach auch Entertainment.

SEO-Campixx-2012: Marco JanckNach der Eröffnung durch Marco Janck (seonaut) gab es eine kurze Ansprache von Jürgen Schulz, Gründer der Björn Schulz-Stiftung. Die Stiftung hilft bundesweit Familien mit krebs- und chronisch kranken sowie schwerst- und unheilbar kranken Kindern.

Die diesjährige Campixx stand unter dem Motto „the helping spirit“. Einen Teil des Erfolges der Veranstaltung kommt in finanzieller Form wohltätigen Zwecken zugute.

SEO-Campixx-2012: KeynoteNach dem eher ernsten Thema folgte die Keynote von Dr. Jens Wegmann. Nach einem scheinbar seriösen Start gab es über technische Probleme bis zu immer abstruseren Aussagen ständig etwas zu lachen. Die Keynote war eine satirische Rede von einem Comedy-Redner.

Gut gelaunt ging ich dann in den ersten Workshop.

Workshops am 1.Tag

Ein wichtiges Thema sowohl aus Benutzersicht als auch bezüglich der Suchmaschinen-Bots ist die Ladezeit einer Webseite. Wie man der Webseite Beine machen kann, zeigte Alexander Merkel in seinem Workshop „Ladezeiten Extreme. Was wirklich auf allen gängigen CM Systemen funktioniert„. Ein Teil der Sachen funktioniert nur als Modul beim eigenen Server, aber auch mit geeigneten WordPress-Plugins kann man z.B. WordPress schneller machen.

SEO-Campixx-2012: Karl KratzKarl Kratz hatte in Vorfeld der Campixx über Facebook Themenwünsche abgefragt, ich hatte für „irgendwas mit System“ votiert. Also war „SEO for the System“ für mich gesetzt.

Das Thema Landingpages interessiert mich zwar nicht wirklich, interessant finde ich aber die konzeptionelle Herangehensweise von Karl an Probleme und Aufgaben. Zudem ist sein Vortragsstil mitreißend und unterhaltsam, von mir gibt es eine 1+.

Nach der Mittagspause war ich dann beim „Wüstenigel“ Marco Verch zum Thema „Innovatives Linkbuilding mit FlickR, RSS, Copyscape & Tynt„. Links sind immer noch wichtig, eigentlich kann man nie genug davon bekommen. Besonders dann, wenn sie von themenrelevanten Seiten kommen. Wie man diese mit ein paar Hilfsmitteln und Werkzeugen finden kann, zeigte Marco auch an einigen Beispielen. Wenn ich da so drüber nachdenke, wo meine Bilder überall auf fremden Webseiten rumschwirren. Da verschenke ich noch massig Linkpotential…

SEO-Campixx-2012: Alexandra LindnerDa ich seit etwa einem halben Jahr auch so eine Art Cloaking betreibe, hat mich natürlich der Black-Hat-Workshop „Cloaking, Spam und Strafen“ von SEOwoman Alexandra Lindner interessiert.

Was soll ich sagen, es war ziemlich finster und ich war etwas zittrig, oder woher kommen die Doppelbilder auf der Projektion? :-)

Was ich mitgenommen habe: Cloaking kann jedem passieren und wenn was schief geht, Ruhe bewahren! Nicht in hektische Betriebsamkeit verfallen, sondern nüchtern das Problem analysieren, drüber nachdenken und erst dann handeln.

SEO-Campixx-2012: Stephanie KanitzDa ich von Keyword-Recherche überhaupt keine Ahnung habe und beim Workshop „Professionelle Keyword-Recherche und Performance Bewertung“ auch „Anfänger“ dabei stand, war ich zum Abschluß des Tages bei Stephanie Kanitz. Ihr Vortrag war auch für mich verständlich und logisch aufgebaut. Auch die Einbettung in das Rahmenthema Partyplanung, -durchführung und -auswertung fand ich sehr gelungen. Es war auch die perfekte Überleitung zur SEO-Party am Abend. :-)

Abendveranstaltung/SEO-Party

Abendessen, Trabi-Speed-Nettwörking, „Wer wird SEOnär“, Auslosung für die Tombola Preise und die Band „Right Now“ sollen ja ganz gut gewesen sein. Ich habe allerdings entschuldigt gefehlt.

Workshops am 2.Tag

SEO-Campixx-2012: PublikumAm Sonntag war ich um 10 Uhr selbst mit meinem Workshop „Wo sind meine Bilder?“ dran. Obwohl sich der eine oder andere wahrscheinlich noch in der verlängerten Ausnüchterungsphase befand, war der „Saal“ immerhin etwa zur Hälfte gefüllt. Ich hatte mich allerdings mit der Zeit völlig vertan und knapp 25 Minuten überzogen.

Sorry noch mal an meine Besucher, daß ich Euch fast die ganze Pause geklaut habe, aber danke für Euer Interesse. Auch zum absoluten Nischenthema Bildersuche kann man viel erzählen. :-)
Folien zu mein Vortrag als PDF: Wo sind meine Bilder? Seo-Campixx 2012

Da ich auch noch zusammen packen mußte, kam ich als Besucher zu spät zum nächsten Workshop „Die richtig geile 404 Lösung“ von Birthe Stuijts. Entweder hatte der Titel bei mir eine andere Vorstellung geweckt oder ich hatte das Wichtige am Anfang verpaßt. Irgendwie war alles recht schnell vorbei. Das hatte allerdings den Vorteil, daß ich in aller Ruhe und ohne lange Schlangen Essen fassen konnte.

SEO-Campixx-2012: Essen  SEO-Campixx-2012: Trinken  SEO-Campixx-2012: Süßes

Das Essen war gut, es gab sogar ein ausgewiesenes vegetarisches Gericht (Gemüse-Lasagne). Auf dem Mousse au Chocolat waren Erdbeeren drauf, hmmm, lecker. :-)

Einen kleinen Kritikpunkt zu den Getränken hätte ich. Am Sonntag war kein stilles Wasser (ohne Kohlensäure) mehr da. Vielleicht sollten nächstes Jahr die Anteile von Cola, Lift, Sprudel und stillem Wasser zu Gunsten des stillen Wassers verschoben werden.

SEO-Campixx-2012: Martin MißfeldtSatt und zufrieden habe ich mir rechtzeitig einen Platz in der ersten Reihe bei „Authority vs. Linkbuilding“ mit Martin Mißfeldt gesichert. Letztendlich ging es aber um „Google Doodle Case Studies“ und andererseits doch wieder um Trust und Autorität, die mehr wert sein können, als Links oder Content.

Alles war von Martin wieder verständlich und unterhaltsam dargeboten worden. Mir hat sein Workshop sogar besser als letztes Jahr gefallen, obwohl oder vielleicht gerade weil es nicht vordergründig nur um Bilder ging.

Wer gut aufgepaßt hat, kann heute gleich das Gelernte anwenden, denn aller Voraussicht nach gibt es morgen auch in Deutschland ein Google Doodle für Akira Yoshizawa, den Erfinder des modernen Origami, der am 14. März 1911 geboren wurde.

SEO-Campixx-2012: Pascal LandauBeim Workshop „Konkurrenzanalyse und Performance-Monitoring auf Basis selbstdefinierter Sichtbarkeitsindizes“ von Pascal Landau kam ich auch etwas zu spät, so daß es nur für einen Platz auf dem Fußboden reichte. Konkurrenzanalyse und Performance-Monitoring waren dabei nicht meine Stichwörter.

Vielmehr hat bei mir „selbstdefinierte Sichtbarkeitsindizes“ getriggert, mein Interesse geweckt. Klar, dafür muß er irgendwie die Google-Suchergebnisse abfragen und das ist im Allgemeinen nicht trivial. Ich wurde nicht enttäuscht und konnte einige interessante Anregungen, auch aus der Diskussion mit anderen Teilnehmern, mitnehmen.

SEO-Campixx-2012: Michael FritzEigentlich hatte ich geplant, das letzte Zeitfenster ganz ausfallen zu lassen, habe dann aber noch umdisponiert. „Video SEO 2012
Was ist neu? Was ist alt?
“ von Michael Fritz war mir doch zu wichtig, obwohl ich mit Videos (noch) nichts aktiv mache.

Ich sehe im Bereich Video große Möglichkeiten und es gibt tatsächlich noch spannende Sachen, die so in anderen Bereichen nicht funktionieren. Von diesen automatischen Texten hatte ich auch noch nichts gehört und überhaupt war alles sehr interessant.

Ende

Die SEO-Campixx hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, ich habe viele neue Ideen und Erkenntnisse mitnehmen können. Herzlichen Dank an die SEO-Campixx-Crew und alle die zum gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Da schließe ich die anderen Teilnehmer natürlich mit ein.

Ich bin zwar spät dran, aber vielleicht liest das hier ja doch jemand. Die immer länger werdenden Listen mit anderen Recaps spare ich mir, kann ja schließlich jeder selber bei Google finden. :-)

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Mit Valentinstag ist heute keine Blumentopf zu gewinnen

Blumen zum ValentinstagHeute ist mit dem Doodle zum Valentinstag bei Google kein Blumentopf zu gewinnen, ja nicht mal ein bunter Blumenstrauß.

Der Valentinstag ist einfach zu wichtig, auch wenn er nur einmal im Jahr ist. Aber an diesem einen Tage lassen sich gute Geschäfte machen.

Entsprechend „festgefahren“ sind die Valentinstag-Suchergebnisse und es ist kaum mit vertretbarem Aufwand möglich, kurzfristige Top-Rankings für Valentinstag zu erzielen. Selbst die Bildersuche bietet keine Einstiegsmöglichkeiten, ohne daß man sich unfairer Mittel bedienen würde.

Der Valentinstag ist vor allem eins, ein Verkaufstag für Blumen, Herzchen-Pralinen und allerlei anderen Kitsch.

So, genug Links gesetzt? Ja, man soll es ja mit den ausgehenden Links auch nicht übertreiben. :-)

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Die WordPress-Gallery (Galerie) ohne Links, so gehts

Erklärungen überspringen – direkt zur Lösung :-)

Die WordPress-Bildergalerie

Seit WordPress Version 2.5 gibt es eine eingebaute Bilder-Galerie, die mit dem Shortcode [gallery] in einen Beitrag integriert werden kann.

Der ersten Version fehlten ein paar sinnvolle Optionen wie Include und Exclude und auch die Art des Links, mit dem ein Galerie-Bild unterlegt ist, konnte nicht beeinflußt werden. Das Bild verlinkte immer auf die Anhang-Seite.

Da ich aber lieber direkt auf die Bilddatei verlinke, habe ich das Plugin „123 Extended Gallery“ geschrieben, welches die WordPress-eigene Gallery-Funktion ersetzt und erweitert.

Mittlerweile kennt WordPress für die Galerie auch die Parameter exclude und include, um Bilder von der Anzeige auszuschließen oder beliebige Bilder hinzuzzfügen. Mit dem Parameter [gallery link=“file“] kann nun auch auf das Bild direkt verlinkt werden.

Was aber immer noch fehlt ist die Möglichkeit, überhaupt keine Links zu verwenden. Das scheint für den einen oder anderen aber durchaus eine erwünschte Option zu sein.

Mein Plugin hat gewissermaßen ausgedient, denn WordPress kann nun praktisch alles selber, was meine „Extended Gallery“ bisher umgesetzt hat, außer eben keine Links zu verwenden.

Deshalb stelle ich im Folgenden eine eigenständige Lösung dafür vor, die z.B. in die Datei functions.php des Themes intergriert werden kann.

In den Tiefen der WordPress Action- und Filter-Hooks

Erweiterungen und Änderungen für WordPress sollten immer über die definierte Plugin-Schnittstelle erfolgen, direktes Manipulieren der WP-Dateien ist unsauber, fehleranfällig und daher zu vermeiden.

In der Gallery

Die Implementierung der Shortcode-Funktion gallery_shortcode in der Datei media.php hat am Anfang einen Filter-Einstiegspunkt (Hook), mehr aber nicht:

// Allow plugins/themes to override the default gallery template.
$output = apply_filters('post_gallery', '', $attr);
if ( $output != '' )
  return $output;

An der Stelle kann man die gesamte Funktion ersetzen, indem man den selbst erzeugten Gallery-HTML-Code zurück gibt. Genau an der Stelle setzt auch mein altes Gallery-Plugin an, aber ich will ja jetzt nur die Links entfernen.

Die Bilder mit den Links werden weiter unten erzeugt:

foreach ( $attachments as $id => $attachment ) {
  $link = ... ? wp_get_attachment_link($id, $size, false, false) ...

Die Funktion wp_get_attachment_link bietet auch einen Filter-Hook, aber ein dort eingehängtes Filter soll ja nur innerhalb der Galerie-Erzeugung aktiv sein.

Nun kann man zwar mit einer Filterfunktion für ‚post_gallery‘ am Anfang eine passende Funktion bei wp_get_attachment_link einklinken, bekommt sie aber am Ende nicht mehr weg. Dann wirkt sie aber auf alle noch folgenden Attachment-Links auch außerhalb der Galerie, was natürlich nicht erwünscht ist.

Wenn man die Anzahl der Bilder kennen würde, könnte man diese in einer globalen Variable vermerken und im eigenen Attachment-Link-Filter runterzählen. Wenn der letzte Link bearbeitet ist, kann man die Filterfunktion wieder ausklinken.

Die anzuzeigenden Bilder werden in der WP-Gallery mit den WordPress-Funktionen get_posts bzw. get_children ermittelt. Diese Funktionen bieten leider keine Filter- oder Action-Hooks. Sie erzeugen ein neues WP_Query-Objekt und holen sich das Ergebnis mit der Objekt-Funktion query ab.

Im WP_Query-Objekt

In der Funktion query gibt es erfreulicherweise mehrere Action- und Filterhooks. Am besten geeignet erscheint der Filteraufruf für ‚the_posts‘ fast am Ende, da hier alle Daten vorliegen und damit die Anzahl der gefundenen Bilder bekannt ist. Leider wird dieser Hook nur bedingt aufgerufen:

if ( !$q['suppress_filters'] )
  $this->posts = apply_filters_ref_array('the_posts', array( $this->posts, &$this ) );

Man ahnt es schon, genau die Variable suppress_filters wird von get_posts und damit auch get_children gesetzt, um die Ausführugn der meisten Filter zu unterdrücken. Das ist auch wichtig und richtig, denn diese Filter sind oft nur in der WordPress-Loop sinnvoll einsetzbar und würden bei der Abfrage einer kompletten Liste der Bilder möglicherweise unerwünschte Ergebnisse liefern.

Und nun? Der Rettungsanker ist der Action-Hook ganz am Anfang der Funktion query:

do_action_ref_array('pre_get_posts', array(&$this));

Meine erste Idee war es nun, die Variable suppress_filters einfach zu löschen, so daß die Filter aufgerufen werden. Das führt aber wie schon gesagt möglicherweise zu unerwarteten Ergbnissen, weil die Filter für die WordPress-Loop gedacht sind. Keine Gute Idee!

Mein nächster Ansatz war nun, daß ich mir zunächst in der Action-Funktion für pre_get_posts das WP_Query-Objekt global speichere um später wieder darauf zugreifen zu können.

Wenn es eine Funktion nach der eigentlichen Abfrage der Datenbank gibt, die ihrerseits einen Filter- oder Action-Hook enthält, könnte ich diese „mißbrauchen“, um über das gespeicherte Objekt schließlich die Anzahl der Bilder zu ermitteln.

Seit WordPress 2.7 gibt es die Sticky-Posts, also Beiträge, die ganz oben auf der Artikelseite fest getackert werden können. Um diese Sticky-Posts vor allen anderen in die Liste einzufügen, wird in der Funktion query die Option ’sticky_posts‘ abgefragt:

$sticky_posts = get_option('sticky_posts');

Die Funktion get_option enthält netterweise ganz am Anfang den Filterhook für ‚pre_option_‘ . $option. Damit kann ich nun meine Abfrage der Anzahl über das zuvor gespeicherte WP_Query-Objekt „triggern“, die Anzahl der Bilder global speichern und letztendlich das eigentliche Filter für wp_get_attachment_link installieren.

Die Filter- und Action-Kette zusammengefaßt

Ist doch eigentlich alles ganz einfach, oder? :-)
Hier nochmal eine kurze, grafische Zusammenfassung aller Schritte:
Gallery-No-Link PAP
Erstellt mit yEd

Nachtrag 13.02.2012: Es geht auch viel einfacher, wie man hier sehen kann: Gallery with No Image Links-Plugin :-)

Die Zip-Datei gallery_no_link.zip runter laden und auf dem heimischen Rechner entpacken.

Download: 123 Gallery No Link

In der enthaltenen Datei plw123_gallery_no_link.php kann eine Option konfiguriert werden.

define( 'PLW123GOL_NO_LINK', false );

Mögliche Werte:
false: die Links werden durch den Link-Parameter ’none‘ im gallery-shorcode unterdrückt:

[gallery link="none"]

true: die Links werden immer in allen Galerien unterdrückt

Das Modul 123 Gallery No Link kann auf drei unterschiedlichen Arten in WordPress installiert werden.

1. in der functions.php des Themes

Dazu ist die Datei plw123_gallery_no_link.php in das WordPress-Theme-Verzeichnis des aktiven Themes zu kopieren und in der functions.php am Ende folgendes einzufügen:

@include( 'plw123_gallery_no_link.php'

2. als Plugin

Dazu ist die Datei plw123_gallery_no_link.php in das WordPress-Plugin-Verzeichnis (/wp-content/plugins/) zu kopieren und im Backend bei den Plugins zu aktivieren.

3. als MU-Plugin (ab WordPress 2.8)

Dazu ist die Datei plw123_gallery_no_link.php in das MU-Plugin-Verzeichnis (/wp-content/mu-plugins/) zu kopieren. Falls dieses Verzeichnis nicht existiert, muß es neu angelegt werden. Eine Aktivierung des Plugins ist nicht erforderlich, PHP-Dateien in diesem speziellen Verzeichnis werden immer geladen.

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