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Alan Turing Google Doodle – so funktionierts

Bedienungsanleitung

Heute zeigt Google auf der Startseite ein interaktives Doodle zum 100. Geburtstag von Alan Turing. Ich hatte zu Anfang einfach nur geklickt und probiert, aber eigentlich ist alles ganz logisch aufgebaut.

Wichtig: Damit es überhaupt funktioniert, muß der Webbrowser den sogenannten localStorage unterstützen und Cookies müssen erlaubt werden. Außerdem muß JavaScript aktiv sein.

Grundlagen der Bedienung

Hier die Bedienelemente in der Übersicht:

Button mit Pfeilen Bewegung (rechts/links)
Bewegt den Schreib-/Lesekopf (das Fenster) in die angezeigte Richtung. Da das Fenster aber still steht, bewegt sich das Bitmuster scheinbar in die andere Richtung. Das in der angezeigen Richtung liegende Bit wird aktiviert.
Button mit 1 und 0 Wert setzen (1/0)
Setzt den ausgewählten Wert (1 oder 0) für das Bit unter dem Fenster.
Button mit Kullern und Kreispfeil gegen den Uhrzeiger
Button mit Kullern und Kreispfeil mit dem Uhrzeiger
Rücksprung (2,3,4 Schritte)
Springt in der Abarbeitung 2, 3 oder 4 Schritte zurück. Die Anzahl der Kreise im Button legt die Sprungweite fest.
Button mit Kasten und Pfeil nach unten
Button mit Kasten und Pfeil nach oben
Verzweigung (Bedingung 0,1,leer)
Es wird abhängig vom aktuellen Bit in die angegebene Richtung (nach unten oder nach oben) verzweigt. Die Bedingungen ist erfüllt, wenn das aktuelle Bit im Fenster dem eingestellten Wert (0, 1 oder leer) entspricht.
Button gelb (aktiv) Benutzer-Funktion
Bei den gelben Buttons kann der Benutzer Einstellungen vornehmen. Ein Klick schaltet die Aktion um bzw. weiter. Alle anderen Kreise (Schritte) führen die vorgegebenen Aktionen aus.
Button Start Start
Startet die Abarbeitung der Turing-Maschine. Dabei wird immer oben links begonnen und schrittweise nach rechts gegangen, es sei denn, es erfolgt eine Abzweigung oder ein Rücksprung.

Hier ein Beispiel mit Erläuterungen.

Alan Turing Google Doodle Teil 2 – Aufgabe 1

Alan Turing Doodle - Bedienung
Ziel ist es, das Bitmuster im kleinen Fenster oben rechtes (01011) mit der Turing-Maschine zu erzeugen. Im Beispiel (11010) muß also die 1 ganz links in eine 0 umgewandelt werden, die 0 ganz rechts in eine 1.

Ich habe die Bedienknöpfe bereits richtig eingestellt. Im Ablauf wird deutlich, was die Funktionen bei welchen Schritten bewirken. Auf gehts! :-)

Turing-Maschine zum Google Doodle - Schritt 1
Vom Start weg kommt die Turing-Maschine in eine Linksschiebe-Schleife. Diese wird solange durchlaufen, bis das aktuelle Bit leer ist.

Turing-Maschine zum Google Doodle - Schritt 2
Die Bedingung „Bit leer“ ist erreicht, die Schleife wird verlassen und die Abarbeitung verzweigt nach unten.

Turing-Maschine zum Google Doodle - Schritt 3
Der nächste Schritt ist ein Rechtsschieben. Damit steht das gewünschte Bit im Fenster und wird anschließend auf 0 gesetzt.

Turing-Maschine zum Google Doodle - Schritt 4
Nun gelangt die Turing-Maschine in eine Rechtsschiebe-Schleife. Es passiert praktisch dasselbe wie bei Schritt 1. Jetzt wird das Bitmuster über den rechten Rand bis zum ersten Leer-Bit verschoben.

Turing-Maschine zum Google Doodle - Schritt 5
Die Bedingung „Bit leer“ ist erreicht, die Schleife wird verlassen und die Abarbeitung verzweigt nach oben.

Turing-Maschine zum Google Doodle - Schritt 6
Der nächste Schritt ist ein Linksschieben. Damit steht das gewünschte Bit im Fenster und wird anschließend auf 1 gesetzt.

Turing-Maschine zum Google Doodle - Schritt 7
Entsprechend der vorgegebenen Abarbeitungsrichtung läuft die Turing-Maschine zum Abschluß über zwei Leerfelder bis zum Ende ins Aus.

Turing-Maschine zum Google Doodle - Fertig
Fertig. Das richtige Bitmuster wurde erstellt und der erste Google-Buchstabe wurde eingefärbt.

Alan Turing Google Doodle interaktiv

Hier selbst ausprobieren (auf die Animation klicken):

Wer sehen will, wie es weiter geht, kann sich das Alan Turing Doodle-Video ansehen. Viel Spaß! :-)

Gewitter Nacht Berlin Köpenick 15 08 2023
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Google sperrt mich aus – Suchergebnis führt ins Leere

Draufgeklickt

Google-Redirect per JavaScriptSeit heute kann ich bei Google keine Suchergebnisse mehr anklicken. Das heißt, anklicken kann ich sie schon, nur es passiert nichts.

Wenn ich den Ergebnislink mit der rechten Maustaste in einem neuen Tab öffne, sehe ich nur eine leere, weiße Seite.

Ganz leer ist die Seite aber nicht wirklich, sie enthält einen ca. 2500 Zeichen langen JavaScript-Code (siehe Screenshot).

Weitergeleitet

Google-JavaScript: Security ErrorDas eigentliche Problem liegt beim Google-URL-Redirector, der beim Klick auf das Ergebnis nicht direkt zur Zielseite führt, sondern über eine Weiterleitungsseite die Zielseite aufruft.

Diese Weiterleitungsseite leitet per JavaScript weiter und dabei gibt es einen Fehler, den mir die im FireFox eingebaute Webconsole anzeigte:

uncaught exception: [Exception... "Security error"  
code: "1000" nsresult: "0x805303e8 (NS_ERROR_DOM_SECURITY_ERR)"
location: ... Line: 1"]

Unerlaubt

Aber warum, was verursacht den Fehler? Nach meinen Recherchen dürfte es am versuchten Zugriff auf den localStorage liegen. Der localStorage ist eine neue Erfindung von HTML 5 und sowas ähnliches wie Cookies, nur besser. Die Beschreibung des localStorage bei w3.org nennt auch Fälle, in denen der Browser einen SecurityError ausgeben kann oder soll.

Damit ist die Ursache für mich auch klar, ich erlaube google.de nicht, Cookies zu speichern. Offensichtlich gilt diese Regel dann auch für den neuen HTML5-localStorage. Warum nun Google unbedingt bei der Weiterleitung etwas in diesem lokalen Speicher ablegen will, weiß ich nicht. Es ging ja bisher auch ohne.

Ausgesperrt

Meine Lösung des Problems: Ich sperre die URL des für den ganzen Weiterleitungs-Kram verantwortlichen JavaScripts im Router. Damit werden die URLs der Suchergebnisse wieder direkt aufgerufen und die Weiterleitungsseite kommt gar nicht erst zum Zuge.

Das hat mich ohnehin schon länger gestört, das ich nicht einfach eine URL von der Suchergebnisseite per Rechtsklick in die Zwischenablage kopieren kann. Nun geht auch das wieder. :-)

Man kann aber auch einfach die Cookies für Google erlauben, dann klappts auch wieder mit der Weiterleitung. Oder JavaScript deaktivieren, das hilft auch. :-)

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Wie ich mit einem Google-Doodle 500 Besucher bekam

Keine Chancen beim Mark Twain Doodle?

Wie ich gestern in meinem Mark Twain Doodle Rückblick aufgezeigt habe, bekommt man bei gut aufgestellten Google-Doodle-Themen keinen Fuß in die Tür. Normalerweise wird man es kaum schaffen, einen aktuellen Artikel zum Doodle auf die erste oder zweite Trefferseite zu hieven.

Es gibt aber doch einen Weg, ganz vorne mitzuspielen. Der Knackpunkt ist die Google Bildersuche und in diesem Fall die Universal-Search Bilder-OneBox. Vor einigen Tagen hatte ich die Vorgehensweise an Hand des Stanislaw Lem Doodles bereits beschrieben. Nun wollte ich das selbst ausprobieren. Würde ich mit meinem kleinen, unbedeutenden Blog auch ein Bild kapern können?

Das passende Bild auswählen

Mark Twain Bilder in der Universal-Search

Für die Auswahl des zu übernehmenden Bilder habe ich folgende Überlegungen angestellt.

Das Bild sollte nicht das letze in der Reihe sein, da es eventuell noch nicht stabil in der Universal-Search Einblendung zu finden ist. Auch das erste Bild stellt keine gute Wahl dar, ist es doch in der Regel ein starkes Bild von einer starken Seite. In letzter Zeit befindet sich dort oft ein Bild, welches der Wikipedia zugeordnet ist. Da hat man praktisch keine Chance, die Wikipedia-Bilder sind wie festgenagelt.

Dann habe ich überlegt, welches Bild die meisten Nutzer wohl anklicken werden. Da ich das nicht wissen kann, habe ich das Bild gewählt, welches mich am ehesten anspricht. Da es um den Geburtstag von Mark Twain ging, fiel meine Wahl auf ein Bild des noch jugendlichen Schriftstellers. Zum Todestag hätte ich wohl das Bild des alten, weißhaarigen Mannes auf Position 2 gewählt. :-)

Um Problemen mit den Bildrechten aus dem Weg zu gehen, sollte das Bild möglichst gemeinfrei genutzt werden können. Für das von mir favorisierte Bild trifft das laut Wikipedia zu.

Ich habe mich also für das Bild von thelitwitch.com auf Platz 5 entschieden. Martin vom TagSeoBlog hat übrigens das Gemälde von quotecollection.com auf Platz 6 gewählt. Das wundert mich nicht, schließlich ist er selbst Maler. :-)

Mit einem Link zum Erfolg

Links auf Bilder ziehen bei der Google-Bildersuche nach wie vor das Bild auf die verlinkende Seite. Das Bild muß gar nicht sichbar mit dem img-Tag eingebunden sein, es reicht ein einfacher Textlink. Mit rel=nofollow kann man das Kapern des verlinken Bilder zwar wirksam verhindern, aber ich wollte das Bild in diesem Fall ja tatsächlich „übernehmen“.

Das Bild habe ich am Anfang des kleinen Einleitungstextes der Doodle-Top-Liste verlinkt. Nun war es nur eine Frage der Zeit, bis meine Seite für das Bild bei der Google-Suche als Linkziel erscheinen würde. Dessen sicher war ich mir aber nicht, da ich nicht abschätzen kann, wie stark Google die einzelnen Faktoren wie z.B. Relevanz der Seite, Trust und Freshness gewichtet.

Los gehts

Die erste, unmittelbar sichtbare Auswirkung der Verlinkung war eine Rankingverschiebung der Bilder in der Bilder-OneBox.

Mark Twain Bilder in Bewegung

„Mein“ Bild war von Platz 5 auf Platz 4 vorgerückt, „Martins“ Gemälde konnte sich sogar vom 6. auf den 3. Platz verbessern.

Was man erst beim Überfahren mit der Maus sieht, ist die Bildquelle. Auch hier gab es die erwarteten bzw. erhofften Veränderungen.

Mark Twain Bilder gelinkt

Das nunmehr auf dem dritten Platz liegende Bild verweist auf den TagSeoBlog, das nächste Bild auf Schnurpsel.

Allerdings war diese Zuordnung der Bilder zunächst sehr instabil, es gab einen ständigen Wechsel des Rankings als auch der referenzierten Websites. Mal wurden die originalen Seiten, dann wieder die kapernden Seiten angezeigt. Erst am Nachmittag stellte sich eine konstante Zuordnung zum TagSeoBlog und zu Schnurpsel ein.

500 Besucher gelinkt

Mark Twain Besucher über den Tag verteilt

So ein bißchen habe ich ja ein schlechtes Gewissen. Immerhin 500 Besucher kamen vorgestern ab etwa 6 Uhr mit der Suche nach Mark Twain von Google hier auf meine Seite. Sie werden vermutlich enttäuscht weiter gezogen sein, denn weder das Bild (zumindest nicht sichtbar), noch interessante Informationen zu dem amerikanischen Schriftsteller sind bei mir zu finden.

Tut mir ja leid, aber mir geht es auch manchmal nicht anders. Da klicke ich hoffnungvoll eine Treffer bei Google an und was bekomme ich vorgesetzt? Eine Seite mit null sinnvollen Inhalten, dafür aber mit um so mehr Werbung. Warum soll es anderen besser ergehen, als mir. :-)

Immerhin habe ich die Mark-Twain-Besucher hier nicht mit Werbung belästigt. Außer einem Erkenntnisgewinn habe mir die knapp 500 Besucher nichts eingebracht.

Es bleibt also dabei, mit einem einfachen Textlink auf ein Bild kann man dieses aus der Google-Bildersuche und damit auch der Universal-Search entführen. Damit kann man auch bei einem umkämpften Google-Doodle-Thema vorne dabei sein, selbst wenn man es mit einem normalen Artikel nicht schaffen würde.

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Stanislaw Lem bei Google Universal Search und Bildersuche

So ein Google-Doodle bietet immer wieder Stoff für irgendwelche Betrachtungen zum Verhalten der Google-Suche bzw. Bildersuche.

Das heutige Stanislaw Lem-Doodle zeigt mal wieder deutlich, daß Links bzw. Hotlinks immer noch ziehen, wie Stichlingsuppe. :-)

Der Stanislaw Lem Bild-Link

Stanislaw Lem - Bild im TagseoblogMartin vom TagSeoBlog hat in seinem Doodle ein Bild von Stanislaw Lem verlinkt, welches in der Bildersuche einen vorderen Platz belegt. Es wird auch in der Bilder-OneBox bei den organischen Suchergebnissen im Rahmen der Universal-Search angezeigt.

Das Bild ist sowohl in der Bildersuche als auch in der Einblendung natürlich dasselbe. Allerdings verweist der Link zur Zielseite jeweils auf eine andere Seite.

Das Stanislaw Lem Bild in der Bildersuche

Stanislaw Lem in der Google-BildersucheIn der Google Bildersuche führt ein Klick zur der Seite, wo das Bild selbst auch liegt.

Wo nun der Ursprung des Bildes liegt, ist damit allerdings nicht klar, denn es gibt einige weitere Versionen.

Letzendlich ist dieses Bild auch nur die Schwarz/Weiß-Variante eines Farbbildes, welches man auch auf mehreren Webseiten findet. Selbst Google wird nicht wissen, woher das Bild ursprünglich stammt.

Das Stanislaw Lem Bild in der organischen Suche

Stanislaw Lem - Images-OneBox GoogleDie Universal-Search-Einblendung des Bildes verweist nun auf den Martins Doodle-Artikel, denn dieser hat für Google vermutlich eine höhere aktuelle Relevanz, als der eigentliche Artikel zum Bild (in der Bildersuche).

Nun könnte man sagen, Bild ist Bild. Google will jedoch das beste Ergebnis für den Nutzer liefern und da erscheint es nur konsequent, wenn der Suchende von Google zu einem brandneuen Artikel geschickt wird. Das Bild ist dort exakt dasselbe, allerdings eingebettet in aktuelle Informationen.

Freshness gewinnt

UhrheberEigentlich war mir das schon länger klar, das Google bei alten Bilder neue Seiten mit dem selben Bild bevorzugt. Ich konnte das zumindest bei mehreren meiner eigenen Bilder beobachten, die plötzlich auf anderen Seiten auftauchten.

Wenn man drüber nachdenkt, ist das aus Sicht des Nutzers auch nicht verkehrt. Der Bild-Urheber wird dazu allerdings eine etwas andere Meinung haben. :-)

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