Das Putzlowitsch Test- und SEO-Blog

Black Hat SEO – der schwarze Hut

Google-Bildersuche - Alter Hut

Der alte HutWas drüben bei Putzlowitsch ja keine Besonderheit mehr ist, ist hier allerdings schon ein kleiner Erfolg. Das Bild von einem alten Hut hat es bei der Bildersuche nach alter hut auf den ersten Platz geschafft.

Gestartet war das Bild am 21.10.2009, bereits am 3.11.2009, also nach etwa zwei Wochen, tauchte er zum ersten Mal in der Bildersuche auf. Nach nunmehr knapp 21 Wochen hat es der alte Hut auf den ersten Platz geschafft.

Na gut, nun ist alter Hut kein wirklich gefragter Suchbegriff, in den vergangenen 30 Tagen gab es gerade mal 25 Treffer mit Besuchern auf meine Seite hier. In diesem Bereich liegen bei Putzlowitsch Suchbegriffe wie z.B. wetter, münzen, kartoffeln oder gurken am Tag. Aber Schnurpsel gibt es ja noch nicht so lange und zudem habe ich mir hier noch kein gutes Image-Image für Google aufgebaut.

Der schwarze Hut

Der schwarze HutWenn der alte Hut nun so gut läuft, will ich mal einen schwarzen Hut nachlegen. Dem aufmerksamen Betrachter wird allerdings nicht entgangen sein, daß der schwarze Hut nur ein veränderter, eigentlich brauner Hut ist, nämlich eben jener alte Hut.

Es ist aber nicht einfach dasselbe Foto, gespiegelt, entfärbt und abgedunkelt, sondern ein eigenständiges Bild. Das kann man z.B. an der Helligkeitsverteilung und dem Schatten erkennen. In beiden Bildern kommt das Licht von schräg-links. Hätte ich das Bild nur gespiegelt, würde das Licht beim schwarzen Hut von rechts kommen.

Da es kein echter schwarzer Hut ist, ist das so ein bißchen „Black Hat“-Bildmanipulation. Mal sehen, was Google nun damit anstellt und wie lange es dauert, bis das Bild in den Bildersuchergebnissen auftaucht.

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Ganz groß dabei – mit Bildern bei Google Universal Search

Google Universal Search - BirneIch hatte es letztes Jahr schon mal kurz erwähnt, seit Dezember 2009 gibt es ein geändertes Layout bei der Einblendung von Bildern in die Websuchergebnisse (Google-Universal-Search, GUS).

Im offiziellen Google-Blog konnte man darüber lesen, dort findet sich auch eine kurze Erläuterung dazu.

Wann wird nun aber und wenn ja welches Bild als „Titelseite“ des Magazin-Layouts angezeigt? Bei Google steht dazu folgendes:

When we’re confident that we have great image results to deliver, we’ll now show you a larger image and additional smaller images alongside.

Ahja, alles klar :-)

Da durch die aktuell noch anhaltende Bewegung im Bilderindex meine gelbe Putzlowitsch-Birne den Sprung auf die Magazin-Titelseite geschafft hat, bin ich neugierig geworden und habe mir mal ein paar Bilder in der Google Universalsuche daraufhin angesehen.

GUS-Magazin-Layout für Bilder

Ein paar Punkte (Bildpunkte *g*) sind mir aufgefallen.

  1. Der Magazin-Style wird nur dann angezeigt, wenn die Bilder in der Universalsuche ganz oben stehen. Die Bilder sind aus der Sicht von Google so wichtig, daß sie noch vor den Websuchergebnissen angezeigt werden.
  2. Das Bild für die Titelseite muß sich unter den ersten sechs, vielleicht auch besten zehn Bildern der Bildersuche befinden.
  3. Das Bild für die Titelseite muß eine bestimmte Bildgröße bzw. Dateigröße (Qualität) haben. Unklar ist noch, wie das konkret aussieht. Nach meiner Beobachtung sollte die längere Seite des Bildes wenigstens 350 Pixel haben. Das müßte man mal mit etwas Zahlenmaterial untersuchen.
  4. Das Bild für die Titelseite muß im Hochformat (Portrait) vorliegen, Bilder im Querformat (Landscape) werden nicht verwendet, auch keine quadratischen Bilder. Gut möglich, daß ich hier was übersehen habe, aber alle Bilder, die ich mir angesehen habe, waren höher als breit, selbst wenn es nur ein paar Pixel waren.

Bilder auf die Titelseite optimieren

Aus den vier oben genannten Beobachtungen lassen sich natürlich einfache Optimierungsregeln ableiten.

Punkt 1 wird man nicht bis überhaupt nicht aktiv beeinflussen können. Allerdings könnte man daraus ermitteln, ob sich eine Optimierung überhaupt lohnt. Wenn die Bilder in der Universal Search erst an vierter Stelle oder am Ende der ersten Trefferseite angezeigt werden, gibt es eh kein Magazin-Layout mit einem großen Bild.

Für Punkt 2 gibt es keine Besonderheiten zu beachten, außer eben jenen, die ohnehin für die Bildersuche gelten. Da gibt es mittlerweile gut Quellen im Netzt und wer z.B. beim SEO-Campixx 2010 dabei war und die entsprechenden Fachvorträge besucht hat, wird ohnehin bestens für die Bilderoptimierung gerüstet sein. :-)

Der Punkt 3 hängt direkt mit Punkt 2 zusammen, denn generell gilt für bei der Bildersuche erfolgreiche Bilder, daß diese nicht zu klein und auch nicht zu groß sein sollten. Für die Top-Position im Magazin-Layout bei der Universalsuche recht das aber nicht, denn selbst wenn es ein 240×320 Pixel großes Bild in der Bildersuche auf Platz 1 schaffen kann, wird es nicht als Titelbild im Magazin-Style erscheinen. Konkrete Zahlen, also eine Art Mindestgröße, kann ich nicht nennen. Ich fahre bisher mit Standardbildgrößen im Bereich 640×480 bis 1600×1200 ganz gut.

Ein maßgeblicher Punkt ist Punkt 4, zumindest soweit ich das bisher beobachtet habe. Das ist natürlich recht einfach umzusetzen, indem man ein Bildformat wählt, bei dem die längere Seite die vertikale ist. Also Bilder z.B. mit dem Format 480×640 oder 600×800 haben gute Aussichten, die Titelseite der Bilder-Universalsuche zu zieren.

Es gibt allerdings ein kleines Problem. Nicht jedes Bildmotiv ist für ein Hochformat geeignet. Hier sollte man nicht versuchen, auch Biegen und Brechen ein Foto in ein unnatürliches Format zu quetschen. Das sieht dann bestenfalls komisch aus und wird vom Bildersucher nicht honoriert.

Bei Bildern, die vom Inhalt her ein quadratisches Format nahe legen, kann man aber durchaus auf die Bildhöhe ein paar Pixel draufschlagen. Das sieht optisch kaum anders aus, man hat aber damit potenziell ein Bild für die Magazin-Layout-Top-Position.

Hoch hinaus

Mit hochformatigen, nicht zu kleinen Bildern kann man den Google-Bilder-Universalsuch-Olymp erklettern. Ein Bild an prominenter Stelle auf der Magazin-Layout-Titelseite hebt sich von den anderen Bildern deutlich ab, führt dadurch zu mehr Besuchern, zu mehr Klicks und letztendlich zu mehr Einnahmen. Oder auch nicht, wenn man mit Klicks gar keine Einnahmen generiert. :-)

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Bilder in der Google Universal Search – Glücksfall Mohakenox

Mohakenox in der Google Universal Search am 11.03.2010Nun mag man das Mohakenox-Experiment bezüglich des Versuchszieles als gescheitert ansehen oder auch nicht.

Eine neuen, interessanten Aspekt gibt es allerdings seit heute schon. Für Mohakenox werden Bilder im Rahmen der Google Universal Search (GUS) angezeigt. Es wird ja schon länger gerätselt, nach welchen Kriterien dieses passiert.

Meiner Meinung nach bestätigt das Mohakenox-Ergebnis die einfache Annahme, daß die Bilderanzeige im GUS vom Benutzerverhalten gesteuert wird. Vereinfacht gesagt, entscheidet das Verhältnis der Anzahl Suchanfragen zu einer Suchphrase in der Textsuche und der Bildersuche.

Einen irgendwie relavanten Themenbezug (Personen, Tiere, Medizin, Orte oder Pflanzen) kann ich hier nicht erkennen, auch dürfte kaum jemand in der Websuche nach „mohakenox bild“ gesucht haben (Vermutung!). Zudem sind die absoluten Trefferzahlen bzw. Suchzahlen wohl verschwindend gering. Bis auf eine Handvoll Freaks wird kaum jemand nach mohakenox gesucht haben.

Meiner Ansicht nach ist aber der Anteil der Bildersuche im Verhältnis zur Websuche signifikant hoch, wenn nicht sogar höher. Ich habe zumindest fast immer direkt http://images.google.de/images?q=mohakenox aufgerufen, um nach dem Mohakenox-Bildern zu sehen. Außerdem ist ja genau das auch auf den Seiten so verlinkt, die darüber berichtet haben.

Danke an Dennis für das interessante Experiment! Du solltest das mit der Universal Search noch in Deinen Abschlußbericht mit aufnehmen :-)

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Burger mit Pommes – Experiment, vorläufiges Endergebnis

Vor etwa zwei Monaten hatte ich inspiriert durch und in Anlehnung an Mohakenox vom SEO-Handbuch ein ähnliches Experiment gestartet. Mittlerweile hat Dennis dort auch das amtliche Endergebnis vorgestellt. Wie ist es aber den Burgern mit Pommes bisher ergangen?

Der Versuchsaufbau

Im Ausgangsbeitrag „Burger mit Pommes“ habe ich sechs identische Bilder platziert, die sich nur durch ihren Dateinamen unterscheiden:

  • burger mit pommes.jpg (geschütztes Leerzeichen – Code: %A0)
  • burger mit pommes.jpg (normales Leerzeichen – Code: %20)
  • burger.mit.pommes.jpg (Punkt)
  • burger_mit_pommes.jpg (Unterstrich)
  • burgermitpommes.jpg (kein Trennzeichen)
  • burger-mit-pommes.jpg (Bindestrich)

Die Ziel-Suchphrase Burger mit Pommes ist kein künstliches und neu erfundenes Wort, sondern ein normaler Alltagsbegriff. Dafür gab es zum Versuchsbeginn bereits ca. 140 Tausend Treffer in der Bildersuche.

Burger mit PommesAlle meine Testbilder sind byte-identisch und sehen so wie das linksstehende „Burger mit Pommes“-Foto aus.
Da es sich um dieselben Bilder handelt, werden sie von Google auch nur unter einer Image-ID geführt und es wird pro Suchanfrage immer nur genau ein Bild angezeigt.

Die Google-Bildersuche muß sich also letzendlich für eine konkrete Bild-URL entscheiden. Da ich nun nicht ständig nachsehen will, wo welches Bild wann für bestimmte Suchabfrage zu finden ist, läuft eine automatische Überwachung der Suchergebnisseiten, die zweimal am Tag eine „Messung“ vornimmt. Die Probennahme erfolgte für site:schnurpsel.de, burger mit pommes und burger.

Ergebnisse für site:schnurpsel.de

Burger mit Pommes Google - Bildersuche für site:schnurpsel.de

Zum ersten Mal tauchte ein Bild am 20. Januar auf, also etwa zwei Wochen nach dem Veröffentlichen der Bilder (am 6. Januar). Überraschenderweise war es das Bild ohne Trennzeichen (burgermitpommes.jpg). In den darauf folgenden fünf Tagen war Google hin- und hergerissen. Mal wurde das Bindestrichbild, mal das in Zusammenschreibung gezeigt. Nach sechs Tagen hatte sich Google dann für die Datei ganz ohne Trennzeichen entschieden. So ist es bis heute geblieben.

Ergebnisse für burger mit pommes

Burger mit Pommes Google-Bildersuche für burger mit pommes

Einen interessanten Verlauf zeigt das eigentliche Suchziel burger mit pommes. Das Bild ohne Trennzeichen steigt, auch am 20.1., auf Platz 10 der Suchergebnisse ein, um sich aber schon eine Messung (12 Stunden) später mit Bindestrichtrennung auf den vierten Platz vorzuschieben. Dort bleibt es dann für ungefähr 5 Tage um sich schließlich ungetrennt auf dem achten Platz festzusetzen.

Erst vorgestern konnte sich das Bild dann um zwei Plätze auf den 6. Rang verbessern. Mit SafeSearch „strikt“ liegt es derzeit sogar auf der Top-Position, aber das nur nebenbei.

Ergebnisse für burger

Burger mit Pommes Google-Bildersuche für burger
Mit den Einzelbegriff burger gab es die erste Platzierung am 21.1. auf Position 159 für burger-mit-pommes.jpg. Von kleinen Bewegungen abgesehen tat sich nicht viel und das Bild verschwand nach 5 Tagen wieder ganz aus den Suchergebnissen.

Allerdings ist der Burger-Markt natürlich viel größer, mehr als 12 Millionen Bilder buhlen hier um die Gunst der Bildersucher und der Bildersuche und nicht nur 140000 wie bei „burger mit pommes“.

Hin und her, auf und ab

Die Bewegungen in den Suchergebnissen der drei Suchanfragen fallen zeitlich etwa zusammen. Da ich die „Messungen“ zur Lastverteilung etwas über den Tag verteile, ergeben sich gewisse Ungenauigkeiten, aber die Gesamttendenz ist gut sichtbar.

Der „Gewinner“ ist aus meiner Sicht das Bild mit Bindestrich-Trennung, auch wenn es seit geraumer Zeit nicht mehr angezeigt wird, sondern Google das Bild ohne Trennzeichen verwendet. Für die Suche zu konkreten Suchbegriffen hatte es die höchste Platzierung (burger mit pommes) bzw. überhaupt den Sprung in die Suchergebnisse (burger) geschafft. Die site- bzw. imagesite-Abfrage ist quasi inhaltsneutral, da spielt das Keyword im Dateinamen keine Rolle, weil es einfach gar keinen Suchbegriff gibt.

Trennung mit Hindernissen

Eine wichtige Rolle spielt meiner Meinung nach auch die Trennbarkeit des zusammengeschrieben Suchbegriffs durch Google. Man kann das einfach daran erkennen, ob Google „Meinten Sie: …“ anzeigt. Für burgermitpommes weiß Google, wie das in einzelne Wörter zu zerlegen ist, bei mohakenoxistsuper hingegen nicht. Der Unterstrich ist übrigens kein Trennzeichen, Leerzeichen, Bindestrich und Punkt hingegen schon.

Was für Suchanfragen funktioniert, geht natürlich auch für Dateinamen. So ist für Google vermutlich burger-mit-pommes und burgermitpommes erst einmal inhaltlich gleichwertig. Möglicherweise bevorzugt Google dann aber die Zusammenschreibung, weil sie kürzer ist. Vielleicht aber auch nicht, das läßt sich mit den wenigen Beispielen kaum verifizieren :-)

Die anderen Bilder

Burger mit PommesDurch die exakt identischen Bilder können z.B. die Dateigröße oder der Bildinhalt als Rankingfaktor ausgeschlossen werden.

Einen wesentlichen Nachteil hat das aber auch, man kann nicht sehen, ob und wo die anderen Bilder einsortiert worden sind.

Zumindest wurden alle Bilder vom Googlebot/Image erfaßt. Was aber aus den Bildern mit den anderen Trennzeichen geworden ist, kann ich nicht sagen. Außerdem habe ich das Bild mit der Punkt-Trennung erst etwa 10 Tage später nachgeschoben. Insofern ist es möglicherweise noch nicht ordentlich erfaßt. Andererseit ist es damit natürlich jünger, was sich wiederum positiv auswirken könnte.

Ich bleibe bei der Trennung mit Bindestrich

Nun kann drüben beim SEO-Handbuch oder hier jeder selber seine Schlüsse ziehen, ich bleibe erstmal bei der Trennung mit Bindestrich (oder korrekt: dem Minus-Zeichen) für die Dateinamen meiner Bilder.

Eine Überlegegung wert ist auch die Zusammenschreibung, allerdings sollte vorher kurz überprüft werden, ob Google die Wörter korrekt trenne kann („Meinten Sie:…“). Wenn das der Fall ist, könnte auch der Verzicht auf Trennzeichen in Frage kommen, der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit ist das aber nicht wirklich zuträglich.

Vielleicht starte ich demnächst mal ein Experiment zur Zusammenschreibung…

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